Neue Leitstelle für Sicherheit und Ordnung bearbeitet Bürger-Beschwerden deutlich schneller
Schnelle Hilfe bei Ärgernissen

Oberbürgermeister Frank Baranowski ließ sich die Technik, mit der die Leitstelle Fälle erfasst, Akten anlegt und die KOD-Mitarbeiter auf der Straße zu ihren Einsatzorten leitet, von Thomas Richter, Nina Brouka und einer Mitarbeiterin der Leitstelle erläutern. Foto:  Gerd Kaemper
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  • Oberbürgermeister Frank Baranowski ließ sich die Technik, mit der die Leitstelle Fälle erfasst, Akten anlegt und die KOD-Mitarbeiter auf der Straße zu ihren Einsatzorten leitet, von Thomas Richter, Nina Brouka und einer Mitarbeiterin der Leitstelle erläutern. Foto: Gerd Kaemper
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„Auch wenn nicht immer sofort das Ergebnis eintritt, das ein Beschwerdeführer erwartet, so haben wir bereits die Erfahrung gemacht, dass die Bürger sich freuen, weil sich Jemand um ihre Anliegen kümmert“, berichtet Thomas Richter, Abteilungsleiter im Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung, aus der täglichen Arbeit. Und schon bald soll es noch mehr zufriedene Bürger geben.

Denn die neue Leitstelle für Sicherheit und Ordnung ist mit „smarter und zeitgemäßer Technik ausgestattet, die eine schnelle Kommunikation zwischen den in der Leitstelle tätigen Kräften und dem Kommunalen Ordnungsdienst auf der Straße ermöglicht“, wie Richter betont.
Das unter Telefon 169-3000 oder per E-Mail an leitstelle-ordnungsamt@gelsenkirchen.de erreichbare Team besteht aus sechs Personen, die im Schichtdienst zwischen 7 und 18 Uhr arbeiten. Nach dieser Zeit ist die Leitstelle über einen Anrufbeantworter und per E-Mail erreichbar und die eingegangenen Meldungen werden sofort beim nächsten Dienstbeginn bearbeitet.
Oberbürgermeister Frank Baranowski ließ es sich nicht nehmen, sich die neue Technik erläutern zu lassen und freute sich: „Wir haben schon jetzt eine der modernsten Leitstellen in einer Kommune. Dennoch werden wir nach der Sammlung erster Erfahrungswerte prüfen, was noch verbessert werden kann.“
Seit beinahe zwei Jahren sind im Referat 32/Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Kommunale Ordnungsdienst und die Verkehrsüberwachung vereint, weil die Aufgaben ineinander greifen und so effektiver bearbeitet werden können. Auch in der Leitstelle werden beide Bereiche bearbeitet.
„Die Leitstelle im Hans-Sachs-Haus nimmt telefonisch oder per E-Mail die Meldungen der Bürger auf, legt eine Akte an und schickt die relevanten Daten, wie Zeit, Ort, Vergehen, Beschreibung, wenn möglich Fotos und mehr an die Smartphones der Mitarbeiter des KOD auf der Straße. Anhand der GPS-Daten der Smartphones sehen die Mitarbeiter in der Leitstelle genau, welcher Mitarbeiter, in dessen Aufgabenbereich das Vergehen fällt, gerade dem Einsatzort am nächsten ist und wird in Marsch gesetzt“, erklärt Nina Brouka, eine der Mitarbeiterinnen der Leitstelle.
„Unser Ziel ist es spätestens innerhalb einer Stunde am Ort des Geschehens zu sein und nicht wie früher erst am nächsten Tag. Das System ermöglich uns kurze Reaktionszeiten. Trotzdem gilt es bei Gefahr nach wie vor die 110 und 112 zu verständigen“, erinnert Thomas Richter alle Freude zum Trotz.
Derzeit erreichen pro Tag zwischen 100 und 150 Anrufe die Leitstelle zuzüglich der für den Verkehrsüberwachungsdienst. Über Arbeitsmangel kann sich die Leitstelle also nicht beklagen.
Stolz sind Richter und sein Team darauf, dass nach nur drei Monaten die Leitstelle ihre Arbeit aufnehmen konnte, nachdem man sich im Referat Öffentliche Sicherheit und Ordnung im Mai für einen Software-Anbieter entschieden hatte. „Dank der Unterstützung durch den Anbieter und den IT-Dienstleister, der gkd-el, konnten wir sehr schnell die Arbeit mit der neuen Technik aufnehmen“, freut sich Richter.
Und das System funktioniert auch von Seiten des KOD auf der Straße, denn die Mitarbeiter vor Ort können ebenfalls Fälle aufnehmen und per Info und Foto an die Leitstelle schicken, damit eine Akte angelegt werden kann. „Für die KOD-Mitarbeiter im Außendienst bedeutet das System auch einen besseren Sicherheitsaspekt. Denn jetzt kann zum Beispiele eine Politesse, die von einem aufgebrachten Autohalter angegangen wird, sehr schnell Hilfe durch andere Mitarbeiter erhalten“, schildert Nina Brouka. „Denn Ordnung und Sicherheit sind sehr emotionale Themen, da kann es schon mal zu Problemen kommen.“
Oberbürgermeister Frank Baranowski verspricht, dass die Schwerpunktquartiere rund um den Hauptbahnhof und in Schalke/Schalke-Nord weiterhin im Fokus liegen: „Auch hieir leistet die neue Leitstelle ihren Beitrag zur Optimierung der Arbeit vor Ort. Die Menschen können sicher sein, dass wir genau hinschauen und handeln - weil es eben unsere Stadt ist.“

Oberbürgermeister Frank Baranowski ließ sich die Technik, mit der die Leitstelle Fälle erfasst, Akten anlegt und die KOD-Mitarbeiter auf der Straße zu ihren Einsatzorten leitet, von Thomas Richter, Nina Brouka und einer Mitarbeiterin der Leitstelle erläutern. Foto:  Gerd Kaemper
Am interaktiven Bildschirm erläuterte Nina Brouka die Vorgehensweise der Leitstelle am Beispielfall eines Straßenmusikers, der sich nur maximal 20 Minuten an einem Ort aufhalten darf. Das neue System hilft dabei auch Wiederholungstäter zu ermitteln und diese durch Repressalien, wie das Einziehen eines Verstärkers, zu „erziehen“. Foto: Gerd Kaemper
Autor:

silke sobotta aus Gelsenkirchen

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