Dienstag nächstes Heimspiel gegen Mainz

Wie hier Jermaine Jones, war kein Schalker nach Spielschluss zufrieden und es gab eine Menge Diskussionsbedarf nach dem Bayern- und vor dem Mainz-Spiel. Foto: Gerd Kaemper
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  • Wie hier Jermaine Jones, war kein Schalker nach Spielschluss zufrieden und es gab eine Menge Diskussionsbedarf nach dem Bayern- und vor dem Mainz-Spiel. Foto: Gerd Kaemper
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Die englischen Wochen gehen weiter. Bereits am morgigen Dienstag findet das nächste Heimspiel für den FC Schalke 04 statt. Am 5. Spieltag empfangen die Königsblauen Mainz 05 in der Veltins-Arena. Damit bietet sich für die Knappen drei Tage nach der verdienten Niederlage gegen Bayern München die schnelle Chance auf Wiedergutmachung. Die Gäste um Trainer Thomas Tuchel haben großen Respekt vor den Schalkern, wollen nach ihrem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende aber in Gelsenkirchen nochmals punkten.

Die Enttäuschung auf Seiten der Schalker war Samstagabend groß. Huub Stevens entschuldigte sich bei den Fans für den Auftritt. „Dass wir nach dem 0:1 die Köpfe hängen lassen, darf nicht passieren. Schon gar nicht in einem Heimspiel vor den eigenen Fans. Man kann gegen Bayern verlieren, aber nicht so.“ Man kann gegen Bayern verlieren. Damit hat Stevens vollkommen Recht. Denn trotz bisher noch nicht so viel absolvierter Partien, kann man durchaus behaupten, dass die Münchener Bayern vor allem in dieser Spielzeit schwierig zu schlagen sein werden. Die Statistik stützt diese These: Bayern hat bisher alle sieben Pflichtspiele gewinnen können, demzufolge auch alle Bundesliga-Partien, womit man den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte hinlegen konnte.

Horst Heldt vermisste Leidenschaft

Man kann gegen Bayern verlieren. Aber nicht so. Denn Tugenden wie kämpfen, grätschen und beißen sind vor allem im Ruhrpott gern gesehen und werden mit Applaus honoriert – auch, wenn man mal verliert. Aber selbst dazu schien Schalke in der zweiten Halbzeit nicht fähig.
Schalkes Manager Horst Heldt brachte es auf den Punkt: „Die Mentalität von Kyriakos Papadopoulos hätte ich gerne auf andere übertragen, bei ihm war in jeder Phase Leidenschaft zu erkennen.“ Es war ein gefühlter Rückfall in alte Zeiten.
In die wenigen schlechten Zeiten wie beispielsweise der letzten Saison. Man schloss die Saison mit einem starken dritten Platz ab. Doch in den Spitzenspielen gegen Bayern und Dortmund gab es nur Niederlagen. Das sollte sich in 2012/2013 ändern. Teil Eins hat schon einmal nicht geklappt. Die zweite Chance folgt am 20. Oktober, wenn es für die Königsblauen zum Revierderby nach Dortmund geht.
Die Leistung jetzt als Ausrutscher abzutun, wäre falsch. Höwedes unterstrich nach dem Spiel: „Wir haben aber auch gegen eine der besten Mannschaften Europas gespielt, das darf man auch nicht vergessen.“ Richtig. Doch wie sagte auch schon Mike Büskens vor kurzem so schön: „In einem Spiel kannst du jeden schlagen.“

Kritik an Julian Draxler

Ein Tag später klang es bei einigen Spielern von Schalke schon anders. Viele trauerten auch noch der vermeintlichen Großchance in der 50. Minute hinterher. Julian Draxler luchste Boateng an der Mittellinie den Ball ab und lief auf das Tor mit Manuel Neuer zu. Dante stand noch im Weg, Huntelaar wartete auf der anderen Seite auf den Ball. Vergebens. Draxler hatte einige Optionen und wählte – gar keine. Heldt dazu: „Wer weiß, welche Richtung das Spiel genommen hätte, wenn wir da das 1:0 machen.“ Die Mitspieler ärgerten sich über die Szene. „Julian kriegt den Ball nicht unter Kontrolle. Enttäuschend, dass wir nicht mehr daraus machen“, ergänzte Huntelaar. Auch Neustädter war nicht erfreut. „Die Szene hat uns aus den Tritt gebracht.“ Selbst Draxlers junger und guter Kollege Holtby, der in der zweiten Halbzeit total abtauchte, kritisierte: „Wenn wir es in dieser Situation anders machen, geht das Spiel vielleicht anders aus.“ Draxler selbst wollte sich nach dem Spiel nicht äußern.

Thomas Tuchel mit Respekt vor Schalke

Viel Zeit zum Ärgern und Nachdenken bleibt aber auch nicht. Schließlich wartet Dienstag schon wieder das nächste Spiel. Um 20 Uhr erfolgt der Anstoß in der Veltins-Arena gegen Mainz 05, das am Wochenende erstmals in dieser Saison gewinnen konnte. 2:0 hieß es am Ende gegen Augsburg. Dennoch hat Mainz’ Trainer Thomas Tuchel großen Respekt vor Schalke: „Nach Bayern München ist Schalke für mich das spielstärkste Team.“
Insgesamt liest sich die Statistik gegen die Spieler vom Bruchweg gut. Insgesamt gewann man siebenmal, spielte zweimal Unentschieden und verlor nur dreimal. Daheim sogar erst einmal. Leiten wird das Spiel Robert Hartmann. Horst Heldt hofft dann auf eine Reaktion der Mannschaft. „Sie wird gegen Mainz ein anderes Gesicht zeigen. Auch, wenn wir dort besser spielen müssen, als noch am Samstag.“
Huub Stevens will noch das Abschlusstraining abwarten, wer fit ist. Nicht nur deswegen dürfte es in der Anfangself ein paar Änderungen geben. Barnetta und Afellay sind da nur zwei Favoriten, die gegen Bayern nur eingewechselt wurden. Eine weitere Heimniederlage binnen vier Tage sollten sich die Knappen nicht erlauben. Denn dann könnte die gute Stimmung vom Saisonstart auch schnell wieder kippen.
Für das Spiel gegen Mainz sind auch noch Stehplatzkarten erhältlich. Weil die Nachfrage nach Stehplatzkarten für den Gästebereich verschwindend gering war, haben die Königsblauen in Abstimmung mit der Polizei beschlossen, die Stehplatzblöcke V und W ausschließlich an Anhänger des FC Schalke 04 zu verkaufen. Für jene sind somit etwa 1800 Tickets zum Preis für 15,50 Euro bzw. ermäßigt 13 Euro ab sofort erhältlich. Erworben werden können die Karten zum einen im Internet auf tickets-aufschalke.de mit den persönlichen Zugangsdaten. Tickets sind aber ebenso erhältlich am Schalter des S04-ServiceCenters. Öffnungszeiten am heutigen Montag (24.9.) und Dienstag (25.9.) sind von 9 bis 18 Uhr. Eine weitere Anlaufstation ist das TicketTelefon unter der Rufnummer 01805|150810 (0,14 €/Min aus dem dt. Festnetz; Mobilfunk max. 0,42 €/Min).

Autor:

Raphael Wiesweg aus Gelsenkirchen

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