Flugsportvereinigung Gelsenkirchen
Über den Wolken von Resse

Geschäftsführer Arno Baute (l.) und der zweite Vorsitzende Christof Booke neben einem Modellnachbau des Flugzeugtyps "Jak-54".
  • Geschäftsführer Arno Baute (l.) und der zweite Vorsitzende Christof Booke neben einem Modellnachbau des Flugzeugtyps "Jak-54".
  • Foto: Nikola Leinweber
  • hochgeladen von Nikola Leinweber

Hoch hinaus geht es bei der Flugsportvereinigung Gelsenkirchen (FSV) in Resse, die in diesem Jahr ihr Jubiläum feiert. Der Verein glänzt mit beachtlichen Erfolgen in seiner Vereinshistorie. Doch Wettbewerbe sind nicht mehr aktuell.

Um das Gelände der Flugsportvereinigung zu erreichen, muss man ein geschultes Auge haben. Die knapp einen Hektar große Freifläche befindet sich hinter einem Acker, nur erreichbar über einen unscheinbaren, unbefestigten Feldweg, der die Bergackerstraße kreuzt. Seit 2000 lässt der Verein an dieser Stelle Modellflugzeuge aller Arten in die Luft steigen, gegründet wurde er 1969. In diesem Jahr feiert er sein 50-jähriges Bestehen.
"Der Verein ist etwas in die Jahre gekommen", so Geschäftsführer Arno Baute. Dies läge daran, dass Modellfliegen etwas aus der Mode sei und der Nachwuchs fehle. Die 70er und 80er Jahre waren die Zeit des Modellfliegens. "Damals war das ein richtiger Sport." Mit Wettbewerben und Turnieren. Doch in dem Umfang messen sich die Höhenjäger heutzutage nicht mehr: "Wir richten seit 2008 keine eigenen Wettbewerbe mehr aus."

Vielfalt der Flugobjekte ist groß

Arno Baute fasst zusammen, was in Resse in den Himmel steigen kann: "Wir haben Segler, Motorflugzeuge, Hubschrauber, Drohnen... Es gibt alles bis zum fliegenden Klodeckel." Diese Varianz mache es viel schwieriger, einheitliche Regeln für Turniere aufzustellen. "Früher gab es fast nur Segler im Verein, das war viel einfacher."
Deshalb kann der Verein auch auf Siege zurückschauen: 1985 wurde Christof Booke, inzwischen zweiter Vorsitzender, Deutscher Meister beim Segelkunstflug, vier Jahre später folgte für Andreas Hirsch der Titel des Deutschen Jugendmeisters in der Disziplin F3B-E, die der Klasse der Segelflugzeuge zuzuordnen ist. Auch an einer F3B-Weltmeisterschaft in Südafrika nahm Vereinsmitglied Albert Saager teil und erreichte dort 1976 den 23. Platz.
Nun steigen die Flieger nur noch aus Spaß. Auch gibt es Mitglieder im Verein, die existierende Flugzeuge mit der Liebe zum Detail nachbauen.
"Das Training findet überwiegend am Wochenende statt, aber auch unter der Woche. Voraussetzung ist, dass das Wetter gut ist", so Baute. Da Modellfliegen viel mit Physik und besonders viel mit Thermik zu tun hat, eignen sich Frühjahrstage für die Segler am meisten zum Fliegen. "Wenn die Sonne rauskommt und gute Thermikblasen entstehen", verrät der Geschäftsführer. "Thermikblasen sind warme Luft, die vom aufgeheizten Boden aufsteigt." In diesen fliegen die Modellflugzeuge am besten, denn bekanntlich bringt warme Luft Auftrieb. Die meisten der Modellflugzeuge besitzen mittlerweile einen elektrischen Motor, damit auch ohne Thermik geflogen werden kann.

Anfänger erhalten Unterstützung

Auf dem Resser Modellflugplatz dürfen Modellflieger mit einem maximalen Gewicht von fünf Kilogramm starten, das aber nur bis zu einer Höhe von 1000 Fuß. Anfängerkurse werden nicht angeboten. Interessierte Anfänger, die ihre eigenen Modelle mitbringen, erhalten aber durch die Vereinsmitglieder entsprechende Unterstützung.
Wer Interesse hat, selbst sein Modellflugzeug zu starten, kann sich auf der Website des Vereins unter fsv-ge.de informieren oder eine E-Mail an info@fsv-ge.de schreiben.

Autor:

Nikola Leinweber aus Gelsenkirchen

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