Geburtshilfe des EVK schließt

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Die Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen schließen ihre Geburtshilfe zum 31. Dezember. Das haben die Klinikleitung und der Aufsichtsrat im Oktober beschlossen.

Grund dafür ist, dass werdende Mütter bei Geburten in immer stärkerem Maße eine maximale Versorgung erwarten, die Häuser mit einer angeschlossenen Kinderklinik bieten. Die Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen können das nicht leisten, was zu niedrigen Geburtenzahlen führt.
So wurden im vergangenen Jahr lediglich 571 Säuglinge geboren, in diesem Jahr werden es voraussichtlich noch knapp 450 sein. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, wären jährlich allerdings rund 1.100 Geburten erforderlich.
„Im gesamten Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegen wir leider nur bei rund 500 Entbindungen pro Jahr, wir mussten die Geburtshilfe deshalb immer durch andere Bereiche sehr stark mitfinanzieren. Dadurch war es nicht möglich, die geburtshilfliche Klinik insgesamt weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Karl Bosold, Geschäftsführer der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen.
Die Gynäkologie des Hauses ist von dieser Veränderung nicht betroffen und behält ihren hohen Stellenwert.
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