Filmstadt Gladbeck 4 - Gladdywood Finale

Finale im Gladbecker Filmkulissen-Gelände: Die "Landauer-Crew" hat ihre Zelte abgebaut und die Stammgäste vor dem Kiosk "Unser Büdchen" sitzen nicht mehr direkt in der ersten Reihe. Fotos: Kariger
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  • Finale im Gladbecker Filmkulissen-Gelände: Die "Landauer-Crew" hat ihre Zelte abgebaut und die Stammgäste vor dem Kiosk "Unser Büdchen" sitzen nicht mehr direkt in der ersten Reihe. Fotos: Kariger
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Gladbeck, Schlägel und Eisen-Siedlung: Die Dreharbeiten für den ARD-Film "Landauer", der Anfang 2014 ins TV kommt, sind beendet.
Für ein paar Tage waren ein komplettes Filmteam in Gladbeck zu den Dreharbeiten beschäftigt und selbst der Kiosk "Unser Büdchen" an der Bohnekampstr. hatte davon etwas profitieren können.


Der Alltag kehr wieder ein und alle LKW's, von der Maske über die Garderobe bis zum Küchenbus, haben das Schlägel und Eisen-Viertel an der Bohnekampstr. wieder verlassen.


Stippvisite:


Ich gehe über das Gelände und gucke mir an, was noch so von der "Filmerei" übrig geblieben ist. Eine Rolle Mullbinde und die Verpackung eines Medikaments sehe ich auf dem Boden. Klar, hier in den baufälligen Räumen kann man sich sehr schnell verletzten,.... einmal unachtsam an einer Ecke/Kante/Bodenloch und schon ist es passiert.
Eine Zeichnung der Häuserfront liegt in der Ecke. Eingezeichnet sind jeweils die Glasfenster und die verbretterten Fensteraussparungen. Es wurden ja zur geschichtlichen Rekonstruierung einige Fenster durch provisorische Lattenkreuze ausgetauscht. Solange keine Nahaufnahmen der Kameras auf Fensterkreuze gerichtet werden, reichen primitive, provisorisch befestigte Lattenkreuze auf jeden Fall.
Einzig der Raum, der in der Filmhandlung eine Rolle spielt, wurde mit einem etwas besseren Fensterrahmen versehen.


Die Gartenpflanzen vertrocknen:


Darüber muss man ja staunen, da sich in heutiger Zeit sehr schnell irgendwelche Dinge großer Beliebtheit erfreuen, die nicht niet- und nagelfest sind: Die Kohlrabi, Salat- und anderen Pflänzchen, die authentisch in kleinen Beeten zur Kulisse angelegt wurden, verkümmern hier langsam, weil der trockene Sandboden keine Feuchtigkeit hält. Das also noch niemand auf die Idee gekommen ist, sich der Pflanzen anzunehmen. Okay, ein Garten artet in Arbeit aus und muss auch vorhanden sein.
Und außerdem, die Kohlrabi müssen auch erst noch welche werden, denn so "fettleibig" wie beim Discounter waren sie längst noch nicht.


Schüppe Kohlen gefällig?


Ca. 2 Schubkarren befinden sich noch im Schuppen: "Schwarzes Gold".
Unsere ganze Ruhrrevier-Nation einschl. der 1000 angegliederten Betriebe sind damit groß geworden. Auf Kohle geboren und selbst die Schalker Knappen haben ihre Bezeichnung vom Bergbau. Und wer nichts mit Kohlen am Hut hatte, der hatte wenigstens in Duisburg od. spätestens in Dortmund mit der Stahlerzeugung zu tun.

Das einzig angenehme, was für Radler aus der florierenden Bergbauzeit übrig blieben, sind die sogenannten Erzbahntrassen: Immer schön fast waagerecht mit dem Fahrrad über ehemalige Gleisanlagen für "Kohle-Waggons" durchs Ruhrgebiet radeln.


Maschinengewehrsalve in die Hauswand:


Ich gucke mir in Ruhe einzelne Details an, sehe dabei künstlich erzeugte Einschüsse in einer Häuserfassade, will in den Keller des Hauses gehen und sehe dabei zum Kellerabgang den an die Stufen geklebten "Vorsicht-Rattengift" -Zettel vom Januar 1989. So war das früher mit den Ratten. Durch jedes Schlupfloch kam die Bande und die Leute hatten in Kellern ihre liebe Last mit den Tierchen. Alles, was sich nicht in fest verschlossenen Behältern an Lebensmitteln im Keller befand, sorgte für ein Festmahl dieser ungebetenen Gäste. Und wenn erst einmal die Kartoffel-Einkellerung angeknabbert war, gab es höchste Alarmstufe.


Eigentlich schade, diese wieder leerstehende Kulisse:


Die ehemalige Bergarbeitersiedlung "Schlägel & Eisen" könnte eigentlich für weitere Movie-Kulissenthemen herhalten.
So z. B. im Sinne einer TV-Serie: "Wir bauen eine Siedlung wieder auf", könnte eine unterhaltsame Show nach der ehemaligen TV-Serie a la "Einmal im Leben" wieder abgedreht werden. Das würde zudem auch endlich mal wieder das langsam aber sicher einschlafende Handwerk beleben.

Text/Fotos: Kariger

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