Ab dem 1. April wird geimpft
Grünes Licht für Impfzentrum in Iserlohn

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Am Montag um 13.30 Uhr hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Lauman in Düsseldorf mit seinem Erlass "Grünes Licht" für das zweite Impfzentrum im Märkischen Kreis in Iserlohn gegeben, nur zwei Stunden später öffnete ein gutgelaunter Landrat der Presse im Gewerbegebiet Dröschede die Tür der bereits angemieteten Immobilie, um sie darüber zu informieren, was ab dem 1. April in den Räumlichkeiten des ehemaligen Unternehmens Kottman/Unisan geschehen wird.

"Unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt. Ich könnte heute Luftsprünge vor Freude machen", sagt Landrat Marco Voge. Die Einrichtung eines Impfzentrums im Nordkreis sei immens wichtig damit der Weg aus der Pandemie weiter an Fahrt aufnehmen könne.
Gemeinsam mit vielen Beteiligten hatte der Kreis die Vorgaben des Landes erfüllt und pünktlich zum 15. Dezember das Impfzentrum in Lüdenscheid aufgebaut. Darüber hinaus führten mobile Teams kurze Zeit später die Schutzimpfungen in den Altenpflegeeinrichtungen durch, in denen die Zweitimpfungen bereits komplett abgeschlossen sind. Seit dem 8. Februar ist das Impfzentrum des Märkischen Kreises in Lüdenscheid in Betrieb. In der historischen Schützenhalle Loh sind bis Ende Mai mehr als 55.000 Erst- und Zweittermine für die Schutzimpfung gegen COVID-19 gebucht worden. 

Doch die Anreise für die Bewohner über 80 Jahre aus dem Nordkreis ist zum Teil unzumutbar. Deshalb hatte der Kreis schon im Dezember mit den Planungen für ein zweites Impfzentrum begonnen, um damit dem Wunsch vieler Menschen aus dem nördlichen Kreisgebiet zu entsprechen.
Auf Vorschlag der Stadt Iserlohn fiel die Wahl schließlich auf das Gebäude der ehemaligen Firma Kottmann/Unisan im Gewerbegebiet Dröschede.

Der Laumann'sche Erlass vom Montag bestätigt, dass die Impfkapazitäten ausgeweitet werden sollen und der Kreis daher mit der Einrichtung einer weiteren Impfstelle beginnen kann. „Die Kreisverwaltung hatte zeitig umfangreiche Maßnahmen eingeleitet und die Planungen kontinuierlich vorangetrieben“, so der Landrat. Aufgrund dessen liegen bereits umfangreiche Pläne vor, die mit dem neuen Erlass nun realisiert werden können. Unter anderem wurde zum 1. Februar ein Pachtvertrag abgeschlossen. In Dröschede ist das Ziel, zügig zwei Impfstraßen mit jeweils 20 zu impfenden Personen pro Stunde einzurichten. Somit können dort am Tag an zwölf Stunden bis zu 500 Personen zusätzlich geimpft werden. Das ergibt im Monat 14.500 Impfungen und zusammen mit den sechs Impfstraßen in Lüdenscheid 58.000 Impfungen im Monat. 10.000 mehr als Gesundheitsminister Laumann in seinem Erlass vom Montag fordert. Verimpft wird in der Waldstadt der Impfstoff von BionTech.

Der Kreis hat bei der Einrichtung des Lüdenscheider Impfzentrums schon viel gelernt, so dass der Aufbau in Dröschede zügig vorangehen kann. Im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Firma Kottmann findet er nahezu perfekte Bedingungen, es werden nur wenige Umbaumaßnahmen nötig sein. Auf die Nutzung der großen Montagehalle der ehemaligen Firma wird verzichtet. Für das Verwaltungspersonal ist der Kreis bereits im Gespräch mit der Bundeswehr. Neben Mitarbeitern aus dem Kreishaus sollen hier auch Helfer in Uniform für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat in Aussicht gestellt, beim Aufbau und Betrieb erneut ein verlässlicher Partner zu sein. Geklärt werden müssen noch Details zur Logistik oder zu Terminvereinbarungen, die nicht in der Zuständigkeit des Kreises liegen. Hier ist der Kreis weiter auf die gute Zusammenarbeit mit der KVWL angewiesen. Die Erweiterung der lokalen Impfkapazität wird mit ihr abgestimmt.

Die vier nördlichsten Städte im Märkischen Kreis (Balve, Hemer, Menden und Iserlohn) vereinen ca. 190.000 Einwohner auf sich. In diesen vier Städten beläuft sich der Anteil der Bevölkerung, der 65 Jahre und älter ist, auf ca. 43.000 Personen. „Langfristig muss natürlich die Impfung bei unseren Hausärzten das Ziel sein. Bis dahin ist der zweite Standort eine ganz wichtige Säule“, sagt Voge. Selbstverständlich würden die Planungen mit allen Beteiligten im Kreis fortgesetzt, da der Erlass des Landes unter anderem auch mögliche Kooperationen mit Schwerpunktpraxen vorsieht.

Autor:

Stephan Faber aus Hagen

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