HaLiMa: Alles bereit fürs Förderband
Lippeverband installiert 220 Meter langes Transportband zwischen den Lippe-Flussufern in Haltern und Marl

In wenigen Tagen überspannt eine Transportbrücke die Lippe zwischen Haltern und Marl.
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  • Foto: Lippeverband
  • hochgeladen von Olaf Hellenkamp

Haltern/Marl. In wenigen Tagen überspannt eine Transportbrücke die Lippe zwischen Haltern und Marl. Der Lippeverband installiert ab Donnerstag, 6. Dezember, das vielleicht wichtigste Brückenelement: ein zirka 220 Meter langes Förderband.

Um das Band von einer Seite zur anderen zu spannen, ziehen die Fachleute vorab ein Hilfsseil der Bandförderanlage an einem Boot über den Fluss. Anschließend holen sie am Seil das Förderband nach. Über die Bandförderanlage transportiert der Wasserverband in den nächsten Jahren Bodenmaterial für den „HaLiMa“-Deichbau und die Lippe-Umgestaltung auf der Nordseite. Während der Montagearbeiten sind zeitweise Sperrungen des Deichkronenwegs im Bereich des Pumpwerks Haltern Große Mersch erforderlich.

Nach der Montage läuft das Förderband über die beiden bis zu 14 Meter hohen Stützen, die sich an den Uferseiten gegenüberstehen. Bereits fertiggestellt sind mittlerweile auf der Südseite der Lippe die Verladestation für das Material und auf der Nordseite der Ankerpunkt für Hilfsseil sowie Förderband. Nach Einbau der elektronischen Bauteile ist die Bandförderanlage voraussichtlich im Februar 2019 betriebsbereit. Bis Ende 2023 transportiert der Lippeverband dann Böden per Bandbrücke auf die nördliche Flussseite.

Deichbau auf Halterner Seite geht weiter

Während die Geländeaufhöhung auf Marler Seite quasi abgeschlossen ist, führt der Lippeverband mit dem Material, das nun zukünftig über das Brückenband transportiert wird, den Deichbau auf der Halterner Seite fort. Bis November dieses Jahres fand der Deichbau zwischen der Lippramsdorfer Straße und dem Pumpwerk Haltern Große Mersch statt. In diesem Bereich hat der Deich nun seine Endhöhe erreicht.

Hintergrund HaLiMa 

Mit dem Neubau der Hochwasser-Schutzdeiche an der Lippe zwischen Haltern-Lippramsdorf und Marl stellt der Lippeverband den Hochwasserschutz in dieser Region langfristig auf eine solide Grundlage. Nicht nur, dass die neuen Deiche dem Stand der Technik entsprechen – sie werden auch weiter im Hinterland liegen und dem Fluss damit Raum geben für eine rund 60 Hektar große Aue. Außerdem sind die neuen Deiche nicht so steil wie die bisherigen und fügen sich damit trotz einer Höhe bis zu 14 Metern besser in das Landschaftsbild ein.

Das Gesamtprojekt hat riesige Dimensionen: Die Deiche werden auf fünf Kilometer Flussstrecke neu gebaut. Dafür sind insgesamt 3,2 Millionen Kubikmeter Boden zu bewegen. In siebeneinhalb Jahren Bauzeit erfolgt nicht nur der Deichbau, sondern am Ende werden die alten Deiche abgetragen und es wird mit dem Material die Lippe verfüllt, die sich in diesem Bereich tief „eingegraben“ hat. Am Ende wird die neue Aue gestaltet. Um die Belastungen für die Bevölkerung durch Baustellenverkehr und Bodentransporte in Grenzen zu halten, plant der Lippeverband einen Großteil der benötigten Böden auf dem Schiffsweg zur Baustelle zu transportieren.

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