Fußball: Spitzenspiele mit heimischer Beteiligung

Lothar Huber und die TSG empfangen Sonntag Tabellenführer SG Wattenscheid 09.
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(von Toni Bertrams)

Der Westfalenliga-Tabellenführer kommt, und für die TSG Sprockhövel ist es gegen die SG Wattenscheid 09 wohl die letzte Möglichkeit, Kurs auf die Oberliga-Aufstiegsplätze zu nehmen. Zum Bezirksliga-Topspiel gastiert der SC Obersprockhövel beim CSV SF Linden.

Westfalenliga, Gr. 2
Wenn die Westfalenliga- Fußballer der TSG Sprock­hö­vel am Sonntag (15 Uhr) im Baumhof Tabellenführer SG Wattenscheid 09 (60 Punkte, 61:24 Tore) empfangen werden, erwartet Lothar Huber ein entscheidendes Signal. „Wenn wir Wattenscheid schlagen sollten und es ein Aha-Erlebnis geben sollte, bin ich überzeugt davon, dass wir eine Serie starten können“, sagt der Trainer des Tabellenachten (37 Punkte, 38:36 Tore). „Sollten wir verlieren, können wir uns schon auf die neue Saison konzentrieren.“ Weiterhin in der Westfalen- und nicht in der erhofften Oberliga.
Okay: Die Null-Neuner haben sich in der Winterpause noch einmal verstärkt, und zwar mit einem Hattinger und ehemaligen TSG-Spieler: Alexander Thamm von Rot-Weiß Ahlen. „Aber wir haben doch im Hinspiel gezeigt, dass wir Wattenscheid schlagen können“, sagt Lothar Huber. „Allerdings müssen wir am Sonntag einiges raushauen. Jeder, der anfängt, muss an seine Grenzen gehen. Wir können nicht ein, zwei Spiel durchschleppen.“
Personell hat der TSG-Coach für diese richtungweisende Partie bis auf Dauer-Patient Maximilian Claus (Wadenbeinbruch) keine Probleme. Anders als zuletzt beim 0:2 gegen die SpVgg Erkenschwick und beim 0:1 bei der DJK TuS Hordel erwartet Lothar Huber einen engagierten Auftritt, mit viel Moral und viel Leidenschaft – von der ersten Minute an. „Das muss doch jedem Spaß machen, gegen den Tabellenführer zu spielen“, sagt der 59-Jährige. „Und dann auch noch zu Hause.“

Landesliga Niederrhein, Gr. 1
21 Zähler sind noch zu vergeben, „und da wäre ich mir auch mit sieben Punkten Vorsprung, die Klosterhardt hat, noch nicht zu sicher“, sagt Jürgen Margref. Aber auch für den Trainer des Tabellen-13. Sportfreunde Niederwenigern (20 Punkte, 43:42 Tore) ist im Moment klar, dass der Kampf um den Klassenerhalt nur ein Zweikampf mit dem Tabellen-14. Tgd. Essen-West ist, der wegen des schlechteren Torverhältnisses auf einem Abstiegsrang steht. Zum direkten Aufeinandertreffen wird es übrigens am 20. Mai in Essen kommen.
In diesem Zweikampf könn­ten Zähler am Sonntag (15.30 Uhr, Sportplatz Parkstraße) beim Wuppertaler Tabellenfünften TSV Ronsdorf (41 Punkte, 60:50 Tore) für die Bonus-Packung sein. Und nicht nur wegen des knappen 1:2 aus dem Hinspiel ist der SFN-Coach zuversichtlich, dass seine Mannschaft etwas mitnehmen kann: „Der Gegner ist egal. Wir sind relativ gefestigt und können gegen jeden gewinnen.“ Kurze Pause. „Wir können aber immer noch gegen jeden verlieren.“
Auf jeden Fall umbasteln müssen die Sportfreunde ihre Startelf. Ercan Kizan, der sich zuletzt auf der Sechser-Position klasse entwickelt hatte, erlitt in der Partie beim SV Burgaltendorf (2:2) einen Nasenbeinbruch und ist bereits operiert worden. Indes ist Routinier Marcus John verhindert, während Henrik Hildebrand weiterhin seine dreimonatige Sperre abbrummen muss (der STADTSPIEGEL berichtete).

Bezirksliga Westfalen, Gr. 14
Rechnerisch ist es ganz einfach: Sollte der SC Ober­sprockhövel das Top-Spiel beim CSV SF Linden am Sonntag (15 Uhr) gewinnen, wäre er auf einen Punkt dran – und das Rennen um den Landesliga-Aufstieg wäre wieder völlig offen. „Wir werden alles probieren“, sagt Uli Sieweke, der Trainer des Tabellenzweiten (37 Punkte, 43:25 Tore). „Allerdings ist Rasen nicht so unser Geläuf.“ Gespielt wird In der Hei an der Hasenwinkeler Straße 75.
Die Bochumer haben zuletzt fast regelmäßig geschwächelt. „Und sie haben Verletzungsprobleme“, sagt Uli Sieweke. „Das wollen wir versuchen, auszunutzen.“
Nichtsdestotrotz ist ihm klar, dass der Spitzenreiter (41 Punkte, 47:14 Tore) gerade in der Offensive über enorme Qualität verfügt: „Wir dürfen die Lindener auf keinen Fall spielen lassen. Nach vorne sind wir aber auch nicht schlecht. Wir sind sogar gut.“
Wichtig ist für den 43jährigen, dass er diesmal wieder auf seinen Polizisten setzen kann: Dominik Degel wird am Sonntag dabei sein. Indes steht hinter dem Einsatz von André Kopittke, der erneut umgeknickt ist, ein Fragezeichen. Fehlen werden Kapitän Andreas Klatt (Innenbandriss im Knie) sowie Kevin Busch, der zum letzten Mal seine Rot-Sperre abbrummt.

Peter Kursinski, der Trainer des Tabellenvierten Hedefspor Hattingen (31 Punkte, 36:25 Tore), weiß nicht so genau, was sein Team am Sonntag (15 Uhr) an der Munscheidstraße erwartet. Es kommt der Tabellendritte, der TuS Ennepetal II (36 Punkte, 40:29 Tore), der das Hinspiel mit 6:3 gewonnen, zuletzt aber sehr wechselhafte Leistungen gezeigt hat.
Doch so sehr interessiert den 55-Jährigen Ennepetals Zweite gar nicht. „Wir müssen uns erst einmal um uns selbst kümmern“, sagt er. „Wenn wir so spielen wie vor einer Woche, wird’s gegen jeden Gegner schwer.“
Fehlen wird Mehmet Yildirim, während Peter Kursinski versuchen will, Abwehrchef Afeez Yaya Ola von einem Einsatz zu überzeugen, bevor dessen verletztes Knie am Donnerstag genau untersucht wird. Zudem hätte der Hedef-Trainer die Möglichkeit, Rückkehrer Fatih Kahyaolu zu bringen. Der offensiven Mittelfeld-Mann hat aber zurzeit noch ein paar Fitness-Probleme und wird deshalb wohl in der Reserve spielen.

Der Knoten 2012 ist beim Tabellenzehnten TuS Hattingen (19 Punkte, 35:44 Tore) geplatzt. „Das tut ganz gut“, sagt Spielertrainer Marius Kundrotas nach dem ersten Sieg nach der Winterpause (5:1 gegen den SC Berchum/Garenfeld).
Am Sonntag aber es geht darum, das Polster auf die gefährdete Zone auszubauen, und zwar in der Schwerter Ruhrwaldkampfbahn an der Wasserstraße 17 beim Tabellenzwölften VfB Westhofen (15 Punkte, 20:38 Tore). „Ein weiterer Dreier wäre nicht schlecht“, findet der 33-jährige TuS-Spielertrainer.
Marius Kundrotas muss weiterhin auf Kevin Kessner (Fersenverletzung) verzichten. In der Hinrunde hatten sich TuS und VfB 1:1 getrennt.

Bezirksliga Niederrhein, Gr. 3
Auch nach dem 2:0 vom vergangenen Sonntag über Trabzon SKV W.-Heiligenhaus stehen die Sportfreunde Niederwenigern II (21 Punk­te, 40:67 Tore) auf Rang 14, auf einem Abstiegsrang. „Wir sind dran, aber noch nicht überm Strich“, sagt Trainer Mirko Kursinski und geht fest davon aus, dass sich dies demnächst ändern wird. „Wir haben jetzt drei Mannschaften vor der Nase, und die können nicht alle jedes Wochenende komplett gewinnen.“
Jeweils einen Zähler mehr haben der SC Velbert II, die DJK TuS Holsterhausen und die Essener SG 99/06.
Jetzt aber kommt ausge­rechnet Spitzenreiter Mül­heimer SV 07 (46 Punkte, 67:21 Tore) am Sonntag (11 Uhr) auf den Glückauf-Sportplatz. „Die sind noch nicht durch und werden Vollgas geben. Es wird eine schwierige Aufgabe“, glaubt Mirko Kursinski, aber: „Wir werden nicht auflaufen, um den Schaden in Grenzen zu halten. Am Ende der 90 Minuten wollen wir etwas Zählbares in der Hand haben.“

Lothar Huber und die TSG empfangen Sonntag Tabellenführer SG Wattenscheid 09.
Muss als Tabellenzweiter mit seinem SC Obersprockhövel im Spitzenspiel der Bezirksliga zu Tabellenführer CSV SF Linden.

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