„Übergangslösung“ sorgt für Unruhe

Dieser offensichtliche Unterschied (links das „Urmodell“) und die „gewöhnungsbedürftige“ neue Beschriftung (rechts) ließ Peter Kösling aus Niederwenigern stutzig werden. Die Stadtverwaltung spricht auf STADTSPIEGEL-Nachfrage von einer „Übergangslösung“ wegen Lieferschwierigkeiten. Foto: privat
  • Dieser offensichtliche Unterschied (links das „Urmodell“) und die „gewöhnungsbedürftige“ neue Beschriftung (rechts) ließ Peter Kösling aus Niederwenigern stutzig werden. Die Stadtverwaltung spricht auf STADTSPIEGEL-Nachfrage von einer „Übergangslösung“ wegen Lieferschwierigkeiten. Foto: privat
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Peter Kösling vom Floraweg staunte nicht schlecht, als er – wie vermutlich weitere Hattinger mit Gärten – neue Papiersäcke für Grünabfälle vei der Stadtverwaltung erstand.
„Schon beim Einkauf fiel mir das neue Äußere auf“, berichtet er dem STADTSPIEGEL. „Anscheinend haben Mitarbeiter der Stadt in Heimarbeit die Säcke neu beschriftet. Ein bedrucktes DIN-A4-Blatt wurde auf die ,Tüte‘ geklebt und – damit man es nicht fälschen kann – wurde an zwei Ecken der Stadtstempel aufgetragen.“
Damit aber noch nicht genug des Wunderns für den Wennischen Gartenbesitzer: „Nachdem ich zuhause Grünschnitt in den Sack füllen wollte, war ich doch sehr überrascht, wie klein die neuen ,Tüten‘ gegenüber den alten Papiersäcken waren. Der Verkaufspreis war aber gleich geblieben. Will die Stadt dem Bürger mehr Geld aus dem Portmonee ziehen? Oder ist der Verkauf dieser kleinen Säcke nur vorübergehend, bis wieder die alte Form zur Verfügung steht? Wenn nun weiterhin die jetzigen Säcke verkauft werden, sollte man doch über eine günstigere Preisgestaltung seitens der Stadtverwaltung nachdenken. Ansonsten fühlt sich der Bürger über den Tisch gezogen.“
Der STADTSPIEGEL gab Stadtsprecherin Susanne Wegemann Gelegenheit zur Stellungnahme, die wie folgt ausfiel: „Auf den ersten Blick kann es tatsächlich zu Irritationen wegen der Größe der Grünabfallsäcke kommen aber: Beide Papiersäcke fassen 80 Liter Grünabfälle. Sie haben nur unterschiedliche Formate. Das ,Übergangsmodell‘ ist schmaler, dafür höher und breiter als die bislang angebotenen Grünabfallsäcke.“
Lieferschwierigkeiten seinen der Grund für diese Variante: „Die bedruckten Grünabfallsäcke haben wir daher zurzeit nicht vorrätig. Die Stadt Hattingen möchte den Bürgern trotz des Lieferengpasses Grünabfallsäcke anbieten und hat daher die pragmatische Lösung mit Zettel und Siegel gefunden. Die Lieferung wird aber in Kürze erwartet und dann werden wieder die Grünabfallsäcke in gewohntem Format verkauft.“

Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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