Stadtwerke Heiligenhaus bieten interessante Lösungen
Funk-Datennetz bringt viele Möglichkeiten

Klein, aber fein: Stadtwerke-Projektleiter Dr. Jens Matics (links) stellt zusammen mit dem Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Scheidtmann (rechts) und dem Beigeordneten Björn Kerkmann einen Sensor für das neue Funk-Datennetz der Stadtwerke Heiligenhaus vor.
  • Klein, aber fein: Stadtwerke-Projektleiter Dr. Jens Matics (links) stellt zusammen mit dem Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Scheidtmann (rechts) und dem Beigeordneten Björn Kerkmann einen Sensor für das neue Funk-Datennetz der Stadtwerke Heiligenhaus vor.
  • Foto: Ulrich Bangert
  • hochgeladen von Maren Menke

Auf dem Weg in die Digitalisierung ist Heiligenhaus ein Stück weiter gekommen.

Für rund 30.000 Euro haben die Stadtwerke Heiligenhaus ein flächendeckendes Funk-Datennetz für das Energiemanagement und für Smart-City-Anwendungen aufgebaut.
Am Firmensitz der Stadtwerke in der Abtsküche, am Rathaus, an der Feuerwehr und in Isenbügel stehen die Funk-Antennen des „Long Range Wide Area Network“, kurz LoRaWAN. „Die Sensoren sind sehr klein und brauchen wenig Energie, sie lassen sich mit einer Batterie betreiben“, stellt Dr. Jens Matics die kleinen Sender vor. „Zuerst haben wir damit zwei Wetterstationen am Rathaus und in der Abtsküche aufgebaut“, so der Projektleiter weiter und ruft auf seinem Laptop eine Grafik auf, die mit verschiedenen Kurven alle zehn Minuten die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Kohlendioxidkonzentration festhält. „Man kann sich die Daten über eine App auch aufs Handy schicken lassen.“

Anwendung bei der
Verkehrszählung

Der Beigeordnete der Stadt, Björn Kerkmann, hat viele weitere Abwendungen im Blick: „Das ist auch für die Verkehrszählung bedeutsam, bei der nur Fahrzeugbewegungen ohne Kennzeichen festgehalten werden, da kommen interessante Daten zusammen. Das wird in der Arbeitsgemeinschaft Digitalisierung ein Schwerpunkt sein“, kündigt er an. Weitere Einsatzmöglichkeiten liegen in der Messung des Gas- und Wasserverbrauches. Zwei Schulen sollen bald mit den Sensoren ausgestattet werden. „Nachts muss da der Wasserverbrauch gleich null sein, wenn nicht, dann liegt da ein Problem vor“, beschreibt Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Scheidtmann den praktischen Nutzen und denkt an eine Anwendung, die dem eigenen Unternehmen viel Lauferei erspart: „Wir als Wasserversorger mit eigener Wasserförderung haben 20 Pegelmessstellen, da muss dann keiner mehr hin fahren, dass kann man dann aus der Ferne lösen.“

Björn Kerkmann sieht außer dem Gebäudemanagement weitere Möglichkeiten, die Technik zu nutzen: „So könnten Altpapiercontainer anzeigen, dass sie voll sind und dringend geleert werden müssen.“

Geschäftsmodell ist
noch nicht ausgearbeitet

Nach den Pilotprojekten wollen die Stadtwerke Heiligenhaus im Laufe des Jahres ihr neues Angebot Privat- und Geschäftskunden zur Verfügung stellen. „Die Preise für Sensoren beginnen bei 30 Euro, für die meisten Privatkunden kommen 50 bis 100 Euro in Frage, nach oben ist da alles offen, vor allem für professionelle Anwender“, so Dr. Matics, der verrät, dass ein Geschäftsmodell für private und gewerbliche Anwender noch nicht ausgearbeitet ist. „Wir können noch nicht sagen, ob mit einer Einmalzahlung oder einer monatlichen Gebühr abgerechnet wird."

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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