Ideenreichtum ist gefragt
Wie stark Künstler und Unternehmen unter den Absagen der Weihnachtmärkte leiden

Eigentlich beginnt in diesen Tagen die wichtigste Zeit im Jahr für Unternehmer, die ihre Handwerkskunst oder ähnliche Produkte auf den Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland verkaufen. Doch in Zeiten von Corona ist das anders.

Iserlohn – abgesagt! Hagen – abgesagt! Dortmund – abgesagt! Die Liste ist unendlich lang, denn fast alle Weihnachtsmärkte fallen 2020 aufgrund der aktuellen Lage aus.

Gerhard Hädicke besitzt in Hemer eine Kerzenmanufaktur und ist in den letzten Jahren immer auf sieben Weihnachtsmärkten vertreten gewesen. „In diesem Jahr ist gerade mal einer übrig geblieben. In der Weihnachtsstadt Saarbrücken sind wir schon seit 40 Jahren mit einem Stand. Statt rund 70 sind es in diesem Jahr aufgrund der Maßnahmen aber vielleicht nur etwa sieben Verkaufshütten. Dennoch werden wir dort in den nächsten vier Wochen versuchen, das Beste daraus zu machen.“
Abgesagt wurde auch der Weihnachtsmarkt im Centro Oberhausen. Hier war kurzfristig Ideenreichtum gefragt. „Unsere 70 Quadratmeter große Hütte hatten wir schon geschmückt, gestrichen und soweit eingerichtet. Dann kam die Absage. Wir haben dann kurzfristig ein leerstehendes Ladenlokal im Centro bis Ende Dezember angemietet, um unsere Produkte dort verkaufen zu können“, hofft Gerhard Hädicke auf diesem Weg die nötigen Einnahmen erwirtschaften zu können. Insgesamt macht bei ihm das Weihnachtsgeschäft einen erheblichen Teil des Jahresumsatzes aus.

Daneben läuft bereits schon der weihnachtliche Werksverkauf (An der Schleuse 14). Hier können die Besucher von montags bis freitags zwischen 15 und 18 Uhr, sowie samstags und an den Adventssonntagen zwischen 10 und 15 Uhr nach Herzenslust stöbern und einkaufen. Neben den Kerzen werden auch Düfte und Dekorationsartikel im weihnachtlichen Ambiente angeboten.
Ersetzen können diese Alternativen die ausfallenden Weihnachtsmärkte natürlich nicht. „Wenn es gut läuft, komme ich in diesem Jahr vielleicht auf ein Viertel meines Umsatzes. Allerdings habe ich ja auch schon weitere Kunden, die unsere Artikel auf den Märkten verkaufen wollten, beliefert. Die werden dann erst im kommenden Jahr die Sachen verkaufen und dann dementsprechend nicht nochmal bei mir bestellen“, glaubt Gerhard Hädicke auch im kommenden Jahr noch mit der Coronakrise kämpfen zu müssen.

Autor:

André Günther aus Iserlohn

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