Unterwegs mit dem Sozialticket

Dirk Rogalla, Hans-Peter Heckmann und Jürgen auf‘m Kamp (v. li.).Foto: Detlef Erler
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  • hochgeladen von Dirk Marschke

Es ist soweit. Ab dem 1. November steht Geringverdienenden und Arbeitslosen das Sozialticket zur Verfügung. Schon jetzt können sich die Berechtigten darum bemühen, um sofort zum Start losfahren zu können.
Zum Kreis der potentiellen Nutzer gehören Hartz IV- und Sozialhilfe-Empfänger, Wohngeldbezieher, Asylbewerber und junge Menschen, die Jugendhilfe in Anspruch nehmen. „Insgesamt haben wir in Herne etwa 30.000 Berechtigte“, verrät Jürgen auf'm Kamp, Leiter des städtischen Fachbereiches Soziales. Denn alle Familienmitglieder, die in einer Bedarfsgemeinschaft zusammenleben, können sich dieses Ticket beschaffen.
Wer das Angebot nutzen möchte, muss sich zunächst an seinen Sachbearbeiter im Jobcenter oder beim Fachbereich Soziales wenden. Dieser stellt die kostenlose Berechtigungskarte aus, auf der Name, Geburtsdatum, das Tarifgebiet sowie der Leistungszeitraum und damit die Dauer der Gültigkeit vermerkt sind. Dies ist ab sofort möglich.
Danach muss man sich in einer HCR-Verkaufsstelle eine Wertmarke für 29,90 Euro kaufen, die jeweils einen Monat gültig ist. Zudem ist bei der Fahrt der Personalausweis mitzuführen.
An Wochenenden, Feiertagen und werktags nach 19 Uhr können drei Kinder ohne weitere Kosten mitfahren. Ob sich der Kauf des Sozialtickets wirklich lohnt, sollte sich der Einzelne daher gut überlegen. Denn der Fahrschein gilt nur in der Preistufe A im Herner Stadtgebiet. Wer sich also zum Beispiel nach Dortmund oder Bochum aufmachen möchte, muss ein Zusatzticket lösen.
„Wir gehen davon aus, dass etwa 14 Prozent der Berechtigten das Ticket in Anspruch nehmen“, erklärt Jürgen auf‘m Kamp unter Zustimmung von Hans-Peter Heckmann, Geschäftsführer des Jobcenters Herne.
Bis zum 31. Dezember 2012 dauert die Erprobungsphase. „Mal schauen, wie es läuft“, meint HCR-Sprecher Dirk Rogalla zurückhaltend. „Wir rechnen mit einem finanziellen Verlust von 250.000 Euro pro Jahr.“ Diese werden wohl mit Mitteln aus einem Landestopf aufgefangen.

Autor:

Dirk Marschke aus Herne

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