Kanal-Knigge bitte beachten

Abkühlung im Rhein-Herne-Kanal suchen bei diesen Temperaturen viele. Damit es kein gefährliches Abenteuer wird, ist einiges zu beachten.
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  • Foto: Arne Pöhnert
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Sommer, Sonne, Schwimmen - das passt zusammen. In den Freibädern sorgen geschulte Mitarbeiter und die Hausordnung für das gewünschte Maß an Sicherheit. Doch einige Herner lieben es auch, das kühle Nass im Kanal zu genießen. Für sie gelten einige wichtige Hinweise, die die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)  beschreibt.

Grundsätzlich git: anständig benehmen, keine Schiffe anschwimmen und nicht von Brücken springen! Insbesondere das Anschwimmen der Schiffe birgt eine große Gefahr. In Bereichen, wo die Schiffe langsam fahren oder manövrieren erscheint es besonders leicht, die Schiffe zu entern. Unbekannt ist, dass viele Fracht- und Tankschiffe ein Bugstrahlruder haben. Es wurde nötig, die großen Binnenschiffe damit auszustatten, um die Manövrierfähigkeit zu erhalten. Das Bugstrahlruder erzeugt einen erheblichen Sog und kann den Schwimmer unter Wasser ziehen.

Bei einigen Brücken, speziell Eisenbahn- und Rohrleitungsbrücken, besteht die Gefahr, dass der “Brückenspringer” bereits beim Erklimmen der Brücke abrutscht und möglicherweise nicht im Wasser landet, sondern auf Rohrleitungen oder anderen Teilen des Brückenbauwerkes. Sie konzentrieren sich oft voll auf ihr Vorhaben und nehmen drohende Gefahren nicht wahr. An der Eisenbahnbrücke am Wanne-Eickeler Westhafen wurde beobachtet, wie mehrere Jugendliche die Westseite der Brücke erklommen, um herunter zu springen. Die umliegenden Industrieanlagen verursachen werktags genug Lärm, dass die Jugendlichen das Nahen eines kleinen Schlauchbootes mit Außenbordmotor überhörten. Der Freizeitschiffer seinerseits konnte aus der Froschperspektive nicht sehen, was auf der Brücke vor sich ging. Die drei Jugendlichen sprangen zum Glück aller Beteiligten, bevor das Boot die Brücke erreichte.

Aber es lauern auch unsichtbare Gefahren unter Wasser, die aus 10, 15 und mehr Metern Höhe oft nicht wahrnehmbar sind. In den Kanälen treiben über und unter Wasser Abfälle und Gegenstände. Was unter der Wasseroberfläche schwimmt, ist oft nicht zu erkennen. Unter der Wasseroberfläche braucht nur eine weggeworfene Plastiktüte schwimmen.
Wer aus fünf Meter Höhe ins Wasser springt, erreicht dabei eine Geschwindigkeit von fast 35 Stundenkilometern. Bei einem Sprung aus zehn Meter Höhe sind es schon fast 50 km/h, aus 15 Meter rund 60 Kilometer pro Stunde. Der Aufprall kann so hart sein, dass er zu einem Knochenbruch führt.

Manchmal schwimmen Holzstücke unter Wasser, die sich bereits so voll Wasser gesogen haben, dass sie nicht mehr auf dem Wasser schwimmen. Die sieht man überhaupt nicht, ebenso der Unrat, der in der Nacht über das Brückengeländer geworfen wird, birgt eine große Gefahr.

Am Wachdienst kann jedes Mitglied der beiden Ortsgruppen des Bezirks Herne/Wanne-Eickel teilnehmen. Das heißt, mit 15 Jahren und im Besitz des Rettungsschwimmabzeichens Bronze, können die ersten Sporen im Rettungswachdienst verdient werden. Der Begriff „verdienen“ ist nicht wörtlich zu verstehen, der Rettungswachdienst und alle anderen satzungsgemäßen Aufgaben der DLRG werden von den Mitgliedern  ehrenamtlich bewältigt.
Nach Erlangung des Rettungsschwimmabzeichens Silber kann mit der Fachausbildung im  Wasserrettungsdienst begonnen werden.

Quelle: DLRG

Autor:

Wochenblatt Herne aus Herne

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