Kleine Forscher fördern

Die Zusammenarbeit ist besiegelt: Reiner Paulczynki und Friedhelm Wilkens (vorne von links) unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung. Zur Freude von Christiane Gies, Bernd Skubinn, Gudrun Thierhoff und Friedrich Pascher (hinten von links).
  • Die Zusammenarbeit ist besiegelt: Reiner Paulczynki und Friedhelm Wilkens (vorne von links) unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung. Zur Freude von Christiane Gies, Bernd Skubinn, Gudrun Thierhoff und Friedrich Pascher (hinten von links).
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Welches Fach hat ihnen in der Schule so gar nicht gelegen? Bei vielen steht da wohl ein naturwissenschaftliches Fach ganz oben auf der Liste. Und diese Abneigung spielt natürlich auch bei der Berufswahl eine Rolle, denn der Fachkräftemangel in der Industrie ist allgegenwärtiges Thema.
Um den Nachwuchs schon im Kindergartenalter zu erreichen, wurde 2006 die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ins Leben gerufen. In Herne wurde das Bildungsbüro der Stadt auf das Projekt aufmerksam. Denn der Bereich der frühkindlichen Erziehung sei ein sehr wichtiger, wie Bildungsdezernentin Gudrun Thierhoff betont. „Das Ziel ist, die Wissbegierigkeit und das Interesse der Kinder an naturwissenschaftlicher Forschung zu wecken und zu erhalten“, erklärt sie.
Als lokaler Partner fungiert das Emschertal-Berufskolleg. „Zwei unserer Lehrer organisieren ein lokales Netzwerk“, erklärt Schulleiter Reiner Paulczynski. Seine Kollegen Bernd Skubinn und Christiane Gies werden von der Stiftung geschult und geben dieses Wissen dann an interessierte Erzieherinnen weiter, damit diese die passend titulierten kleinen „Emschertal-Forscher“ betreuen können.
„Wir werden zwei Workshops pro Jahr anbieten“, erklärt Gies, insgesamt ist das Projekt auf einen Vierjahreszyklus angelegt. Das Oberthema im ersten Jahr ist Luft und Wasser, weitere Gebiete werden Sprudelgase und Magnetismus sein.
Zudem sollen lokale Unternehmen als Partner mit ins Boot geholt werden. Als erstes hat sich das Chemie-Unternehmen „Sasol Solvents Germany“ zur Unterstützung bereit erklärt. „Wir stellen täglich fest, dass Nachwuchs dringend nötig ist“, erklärt Friedhelm Wilkens, Manager Technical Services bei Sasol. „Zudem hatten wir immer viel Spaß, mit Kindern zusammenzukommen und ihnen die Technik in verständlicher Sprache zu erklären.“
Das Unternehmen wird beispielsweise bei Material für Experimente zur Verfügung stehen. Auch Besichtigungen direkt in der Firma stellten die Firmenvertreter in Aussicht. „Wir werden tun, was wir können“, meint Friedrich W. Pascher, Manager Administration.
Der Startschuss fällt Ende Januar mit einem Info-Abend für die Erzieherinnen.
Einmal jährlich soll es einen Tag der kleinen Forscher geben, wo sie Projekte präsentieren können.
Man darf gespannt sein, was die Kinder so alles Spannendes entdecken.

Autor:

Dirk Marschke aus Herne

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