Kleine Leute, große Träume

Ob wohl alle Wünsche in Erfüllung gehen? Jutta Glebsattel (links) und Volker W. Degener (Mitte) freuen sich über die vielen Gedanken, die die Siebtklässler zu Papier gebracht haben.WB-Foto: Detlef Erler
  • Ob wohl alle Wünsche in Erfüllung gehen? Jutta Glebsattel (links) und Volker W. Degener (Mitte) freuen sich über die vielen Gedanken, die die Siebtklässler zu Papier gebracht haben.WB-Foto: Detlef Erler
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Alarm im Amt für das schöne Leben: wichtige Unterlagen der Arbeitsgruppe für Wunschträume sind verschwunden. Da hilft nur ein Detektiv. Der hat den Fall in Windeseile gelöst. Doch nun müssen ganz schnell neue Wünsche her. Wie gut, dass es die Klasse 7b der Gesamtschule Wanne-Eickel gibt.
Wenn es auf Weihnachten zugeht, dürfen Adventskalender nicht fehlen. Das hat sich auch die Gesellschaft für Literatur in Nordrhein-Westfalen gedacht. Jedes Jahr startet sie eine 24-teilige Veranstaltungsreihe, in der sich Kinder kreativ betätigen können. Dieses Mal steht die Aktion unter dem Motto „Wunschträume“. Und einer der 24 Teilnehmer ist die Klasse 7b der Gesamtschule Wanne-Eickel.
Denn der Herner Autor Volker W. Degener kennt zufällig Klassenlehrerin Jutta Glebsattel. „Sie hat mir erzählt, dass sie eine Klasse mit sehr netten Schülern hat“, verrät der Schriftsteller. Und so war die Teilnahme besiegelt. Die Aufgabe lautet, sich Gedanken über die eigenen Wunschträume zu machen, diese aufzuschreiben und an die Gesellschaft für Literatur zu schicken.
Doch Degeners Idee geht noch weiter. Die Kinder haben zudem Plakate gestaltet, mit denen sie ihre Ideen ihren Mitschülern und Eltern gemütlich bei Kaffee und Kuchen präsentieren. „Es gibt auch Wünsche, Träume und Visionen jenseits der materiellene Dinge“, ist er sich sicher. „Auch die Eltern sollen es daher mitbekommen und vielleicht nehmen sie etwas mit nach Hause“.
Um die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, hat Degener extra eine kleine Detektivgeschichte geschrieben und im Unterricht vorgetragen. „Die Kinder waren sehr interessiert. Sie haben viele Fragen zu seinem Beruf gestellt“, freut sich Jutta Glebsattel. Ebenso wie über die Vielzahl der zu Papier gebrachten Träume. „Die Kinder machen sich viele Gedanken – was ihre späteren Berufe angeht oder Verbesserungen in der Schule. Sie äußern auch Anliegen an die Regierung“.
Und so finden sich angehende Anwälte, ebenso wie Lehrer, Tierpfleger, Fußballprofis oder Köche. „Wir haben Kochen im Unterricht, und das macht mir einfach Spaß“, erklärt Kevin. Ebenso vertreten ist die Hoffnung auf kleinere Klassen und eine bessere Ausstattung oder der Wunsch nach einem Ende der Umweltverschmutzung und nach Weltfrieden. „Es kann immer wieder Krieg entstehen“, fürchtet Chris, „oder es gibt einen Terroranschlag wie in Schweden.
Die Mädchen und Jungen sind stolz auf ihre Arbeit. „Es hat Spaß gemacht, mit Klassenkameraden dieses Projekt zu machen“, sagt Tayyab und lehnt sich zufrieden zurück.

Autor:

Dirk Marschke aus Herne

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