Fassungslosigkeit auch bei Iserlohner SPD über geplante Schließung des Letmather Marienhospitals

Iserlohns-SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Leye. Foto: Archiv
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Nachfolgend die Stellungnahme der Iserlohner und Letmather SPD auf die Schließungspläne des Marienhospitals durch den Märkischen Kreis:

"Die SPD Iserlohn reagiert mit tiefem Unverständnis auf die Pläne des Landrats, das Marienhospital in Letmathe schließen zu wollen. „Ein rein betriebswirtschaftlicher Blick ausschließlich auf die ganz aktuellen Zahlen des letzten Jahres taugt nicht für eine Standortentscheidung, die sich nachhaltig auswirken wird“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Leye. Er fordert CDU-Landrat Thomas Gemke auf, seine Argumente zu prüfen. Leye stellt klar, dass der Aufsichtsrat lediglich eine Empfehlung ausgesprochen habe: „Die politische Beteiligung steht noch aus, der Kreistag hat den Aufsichtsräten kein Mandat für diese Entscheidung erteilt.“

Landrat Gemke muss Konzept vorlegen

„Das Marienhospital ist ein Haus der Grundversorgung. Letmathe braucht das vor Ort. Wir werden um den Erhalt des Marienhospitals kämpfen“, macht der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler deutlich. Landrat Gemke müsse gemeinsam mit der Geschäftsführung der Märkischen Kliniken ein Konzept vorlegen. Es gehe um nicht weniger als die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung in Letmathe und Umgebung.
„Es ist nicht die Zeit, Standorte gegeneinander auszuspielen. Die SPD Iserlohn steht ohne Wenn und Aber hinter dem Marienhospital in Letmathe“, verdeutlicht die Iserlohner Stadtverbandsvorsitzende Eva Kitz. Sie fordert vom CDU-Kreistagsmitglied Detlef Seidel, die Zufälligkeit, dass er als Werdohler Bürger dem Aufsichtsrat vorsitzt, nicht für eine einseitige Standortentscheidung auszunutzen.

Unangemessener Umgang mit der Belegschaft

Peter Leye, der auch Mitglied des Kreistags ist, wird gegenüber seinen Fraktionskollegen die Letmather Interessen vertreten und die Mehrheiten fraktionsübergreifend suchen. Irritiert sei er überdies, dass die Beschäftigten die Pläne offenbar zuerst über die Presse erfahren müssen, ehe sie am Donnerstagmorgen auf dem offiziellen Weg informiert werden. „Dieser Umgang mit der Belegschaft ist vollends unangemessen. Wir stehen ganz klar hinter für die Mitarbeiter, für die Patienten und für die Bürger ein“, so der Sozialdemokrat.

Affront gegenüber Stadt, Bevölkerung und Beschäftigten

Die SPD Letmathe hat ebenfalls mit großer Bestürzung und Betroffenheit, die Plänedes Märkischen Kreises, zur Schließung des Marienhospitals, zur Kenntnis
genommen.

"Die Schließung des traditionsreichen Krankenhauses, ohne jegliche Kommunikation mit der Bevölkerung und des Politik, ist ein Affront gegenüber der Stadt Iserlohn, der Bevölkerung und den Beschäftigten, die sich schon 1996 für den Erhalt des Krankenhauses eingesetzt haben. Damit ist die Grundversorgung in der Umgebung stark gefährdet", so Olaf Hennecke, 2. Vorsitzender der Letmather SPD, "waren die Streichung des Rettungsdienstes und die Schließung einer Station der Anfang, um das Marienhospital unrentabel zu machen?  Die Affinität des Landrates bei öffentlichen Auftritten in Letmathe, hätten wir uns gewünscht mit der Letmather Bevölkerung darüber zu sprechenund nicht die Schaffung vollendeter Tatsachen.
Wir werden mit aller Macht für die Erhaltung des Marienhospital
eintreten und hoffen auf breite Unterstützung der Letmather Bevölkerung!
Die SPD steht für ein breites, umfassendes Bündnis, wie 1996, bereit! "

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