Trendabfrage zur Schulwahl

Renate Brunswicker (CDU), Vorsitzende des Schulausschusses
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Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Iserlohn hat sich auf ihrer Haushaltsklausurtagung am vergangenen Samstag in Münster intensiv mit dem weiteren Vorgehen zur Schulentwicklungsplanung beschäftigt. Am 29. Februar 2012 hat eine Trendabfrage begonnen, bei der die Eltern der Schülerinnen und Schüler der 3. Schuljahre befragt werden, auf welche weiterführende Schule sie ihre Kinder voraussichtlich schicken möchten. Leider konnte sich die CDU mit ihrer Meinung politisch nicht durchsetzen, eine verbindliche Elternbefragung mit Nennung des Standortes für eine eventuelle zweite Gesamtschule durchzuführen.

Fakt ist aber, dass wir im Moment eine Gesamtschule am Nußberg mit Zweitstandort in Gerlingsen haben, die nach Schülerzahlen 6-zügig geführt wird. Falls nach der Trendabfrage mehr als 6 Züge erforderlich werden, würde nach Mehrheitsbeschluss des Rates von SPD, Linke, FDP und Bündnis 90/Grüne die Gesamtschule am Nußberg nur noch 4-zügig weitergeführt werden. Dies bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler in einem Umfang von zwei Zügen an den für eine mögliche weitere Gesamtschule vom Rat beschlossenen Standort in Hennen gefahren werden müssten.

Die CDU-Fraktion wird selbstverständlich den Elternwillen respektieren, aber sie ist strikt gegen einen Gesamtschulneubau für ca. 20 Mio. Euro am bisherigen Standort der Hauptschule Hennen. In diesem Fall muss vielmehr geprüft werden, wo ggfs. eine 2. Gesamtschule in vorhandenen Gebäuden untergebracht werden kann oder ob es genügt, die Gesamtschule am Nußberg baulich auf 6 Züge zu erweitern. Auf Grund der zurückgehenden Schülerzahlen werden in den nächsten 5 Jahren mindestens 2 Schulen geschlossen werden müssen. Im Jahre 2022 werden nach Hochrechnung der Schülerzahlen ca. 110 Schulklassen nicht mehr benötigt.

Außerdem möchten wir die Eltern darauf aufmerksam machen, dass wir eine große Chance in dem erzielten Schulkompromiss zwischen CDU, SPD und Bündnis90/Grüne auf Landesebene sehen, der die Schaffung von Sekundarschulen vorsieht. Die Sekundarschulen eröffnen allen Kindern jegliche Chance der Weiterbildung. Durch die enge Kooperation von Hauptschulen mit der Realschule und dem Gymnasium ist sowohl ein Abschluss auf mittlerer Ebene möglich, als auch ein nahtloser Übergang zum Gymnasium.

Autor:

Matthias Jakubanis aus Iserlohn

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