Nach 1:3 völlig den Kopf verloren


1. Bundesliga, 18. Spiel: RESG Walsum - ERG Iserlohn 5:1 (1:1)

(tg) Sollte er sich nun über die Niederlage ärgern oder die vielen positiven Aspekte hervorheben? ERGI-Trainer Jens Behrendt war sich nach dem Abpfiff nicht sicher ... „Ich habe bis auf das Ergebnis gar keinen Grund, groß unzufrieden zu sein. Nur die Art und Weise, wie wir auf das 1:3 reagiert haben, muss noch besprochen werden“, fasste er seine Gemütslage nach dem Match zusammen. der Grund für die Niederlage war dagegen schnell gefunden: „Walsum war cleverer!“


Der Knackpunkt der Begegnung waren die ersten fünf Minuten des zweiten Durchgangs. Es war einerseits die beste Iserlohner Phase, andererseits aber offenbarte sich hier auch das entscheiden Manko: Die Tore wurde nicht gemacht. Bei zwei Pfostenschüssen, einem Direkten nach 10. RESG-Teamfoul (18.) und einem Penalty (30.) hätte hier der Erfolgsweg eingeschlagen werden können. Doch die beiden Schützen Andre Costa und Sergio Pereira zogen gegen Walsums Hexer Tobias Wahlen den Kürzeren - im Gegenzug machte Pedro Queiros das 2:1 für die Rheinländer.

Als gut fünf Minuten darauf Felipe Sturla das Direkten-Duell mit Troy Sato (er musste für Blausünder Patrick Glowka ins Tor/37.) gewann, zeichnete sich der Walsumer Sieg bereits ab. Iserlohn reagierte, obwohl noch reichlich Restpielzeit vorhanden war, überraschend kopflos und versuchte es immer wieder mit Gewalt. In dieser Phase zeigte sich die ganze Cleverness der roten Teufel, die sich nicht aus der Deckung locken ließen und so die unkoordinierten ERG-Attacken problemlos überstanden. Fünf Minuten vor dem Ende enteilte schließlich Xavier Berruezo zum 4:1, die Partie war endgültig entschieden.

Die letzten 90 Sekunden durfte Walsum dann noch in Überzahl agieren, nachdem sich Sergio Pereira gleich zweimal „Blau“ eingehandelt hatte (und damit auch kommende Woche gesperrt sein wird), was Pedro Queiros noch zum 5:1-Endstand nutzte.

„Nach dem dritten Gegentor haben wir kopflos agiert und Harakiri gespielt“, monierte Jens Behrendt vor allem, dass mit der Brechstange versucht wurde, die Wende herbeizuführen, statt wieder an die erste Hälfte anzuknüpfen. In der wurde aus der Defensive heraus das Spiel kontrolliert. Walsum kam nur zu wenigen ernsthaften Chancen, auf der Gegenseite führten Sergio Pereira, Andre Costa und Co. Tobias Wahlen immer wieder ans Limit.

Der hexte jedoch nach Leibeskräften, ließ sich nur von Carlos Nunez überwinden (7.) und hielt seine Farben somit im Rennen. Das erste Mal trauerten die Gäste ihren vergebenen Chancen hinterher, als Jorge Fonseca eine Zweiminutenstrafe erhielt und Javier Jimenez die Überzahl zum Ausgleich nutzte (21.). zehn Minuten später nahm das Unheil dann seinen Lauf ...

RESG Walsum:
T. Wahlen, R. Lorz; C. Berg, C. Nusch, A. Nottebohm, X. Berruezo (1), J. Jimenez (1), N. Rilhas, P. Queiros (2), F. Sturla (1). - ERG Iserlohn: P. Glowka (37. - 40. T. Sato); C. Nunez (1), N. Hilbertz, K. Milewski, S. Glowka, T. Henke, J. Fonseca, S. Pereira, A. Costa. - Schiedsrichter: T. Ehlert / M. Dowideit.

Torfolge: 0:1 (7.) C. Nunez, 1:1 (21./Überzahl) J. Jimenez, 2:1 (31.) P. Queiros, 3:1 (37./Direkter) F. Sturla, 4:1 (45.) X. Berruezo, 5:1 (50./Überzahl) P. Queiros. - Zeitstrafen: Walsum 0 min - Iserlohn 8 min (J. Fonseca/21. – P. Glowka/37. – S. Pereira/49. + 49.). - Teamfouls: Walsum 13 – Iserlohn 5.

Autor:

Tim Graumann aus Iserlohn

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