Ehrenamt: „Inner Wheel“ Club Iserlohn
36 sozial engagierte Frauen

Der Iserlohner Inner Wheel Club wechselt jährlich seinen Vorsitz. Hier haben sich alle Freundinnen nach einer Ämterübergabe versammelt.
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Sozialen Einrichtungen mit finanziellen Mitteln helfen: Viele Vereine engagieren sich in Iserlohn, um soziale Not zu lindern und dort einzugreifen, wo die Unterstützung der kommunalen und staatlichen Behörden nicht hinkommt. Einer dieser Organisationen ist der „Inner Wheel Club“, von Dr. Irmgard Albath, Ursula Voigt, Gründungspräsidentin Lore Kirchhoff, Marlies Kuhlmann, Karin Bakow, Ursula Ossenkop und Dagmar Dossmann gegründet am 28. Juni 1983 als 22. Club in Deutschland im Distrikt 90.
„Inner Wheel“ ist eine weltweite Frauen-Organisation mit 110.000 Mitgliedern in über 100 Ländern mit Sitz in Großbritannien. Die Anfänge reichen zurück bis 1934, als die „Vereinigung der Inner Wheel Clubs in Großbritannien und Irland“ gegründet wurde. Unter dem Motto „Einheit bedeutet Stärke“ wurden die Clubs zu Distrikten und später zur Vereinigung zusammengefasst. Zu ersten Clubgründungen in Übersee kam es in Australien, Neuseeland, Kanada und Südafrika. Freundschaft, Hilfsbereitschaft und internationale Verständigung sind wesentliche Kernpunkte aller Aktivitäten.
Die Iserlohner haben 36 ehrenamtlich engagierte Mitglieder. Ein Ziel neben dem normalen Clubleben mit monatlichen Treffen sowie Ausflügen, Wanderungen, Museums- und Konzertbesuchen ist die finanzielle Unterstützung sozialer Einrichtungen.
„Inner Wheel“, das innere Rad, gehört zur rotarischen Familie. Der Club besteht aus Vorstand und Mitgliedern. Im jährlichen Wechsel tauscht die Präsidentin, so werden immer wieder neue und frische Ideen umgesetzt.
Magrit Christophery ist seit 2006 Mitglied und zeichnet sich wie alle anderen Damen durch großes Engagement aus. Sie war bereits „Präsidentin, Sekretärin, Clubmeisterin und Delegierte“, zurzeit erfüllt sie die Aufgabe als Vorsitzende des Gemeindienstvereins.
„Wir helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Und die wird immer herzlich gerne angenommen“, so die Industriekauffrau. „Durch die aktuelle Situationen ändert sich einiges, es muss umgedacht werden. Doch wir bleiben dran.“
Einige Einrichtungen gehören zu den festen Projekten und werden schon seit Jahren unterstützt. Ein paar Beispiele zeigen das weite Spektrum. So bekommt die städtische Gesamtschule Nußberg Schulmaterial für die Willkommensklasse ukrainischer Kinder.
Der Verein Lebenswert Iserlohn e.V. erhält Unterstützung bei Hausaufgabenbetreuung und Mittagstisch der Kinder sowie beim Kinder- und Jugendtelefon.
Die Iserlohner Tafel, Volksmund „CariTasche“, wird nicht vergessen. Ebenso wenig wie die Wohngemeinschaft „Wendezeit“ der Johanniter für Frauen.
Magrit Christophery: „Zusammen mit anderen Iserlohner Serviceclubs haben wir uns an der Baumpflanzaktion vergangenen November zur Rettung des Iserlohner Stadtwaldes beteiligt.“ Nicht zu vergessen die Gestaltung des Garten im Hospiz Mutter Theresa in Letmathe. Hier wurden an zwei Wochenenden Flächen umgegraben, Unkraut gejätet und neu bepflanzt. Am Gartenhaus gibt es nun eine Sitzmöglichkeit.
International wird einer Krankenstation im Kongo geholfen.
Finanziert werden diese Leistungen durch einen unabhängigen gemeinnützigen Verein, der den Gemeindienst trägt. Dadurch können Spenden gezielt verteilt werden.
Zahlreiche Projekte sorgen für Einnahmen. So wird jährlich am 1. Adventssamstag ein Verkaufsstand vor der Schiller Apotheke organisiert. „Dort verkaufen wir, wenn nicht gerade Pandemie herrscht, Suppe, Getränke, Waffeln“, so die Gemeindienstvereins-Vorsitzende.
In den letzten Jahren hatten die „Freundinnen“ eine Überraschungspäckchen-Aktion organisiert. Geschäftsleute aus Iserlohn, Letmathe, Hemer und Menden spendeten Artikel, die weihnachtlich verpackt zum Verkauf angeboten wurden. Auch selbst gebastelte Weihnachtsdekoration spülte Geld in die Kasse
Weiter: „In Letmathes Volksgarten organisierten wir an einem Wochenende in den Sommerferien das ‚Café im Park“. Zudem wird das Catering am Nadelmarkt in Barendorf zur Verfügung gestellt.
Nicht zu vergessen: „Wir InnerWheelerinnen zahlen Mitgliederbeiträge.“
Leider sind einige Unternehmungen durch die Corona-Pandemie und Umbaumaßnahmen im Volksgarten momentan nicht durchführbar. Aber es herrscht Zuversicht, dass alle bald wieder aktiver werden können.
Ein Moment blieb Magrit Christophery besonders in Erinnerung: „Bei einem Vortrag der Iserlohner Caritas-Familienhebamme erfuhren wir, dass sie mit eigenen Pkw zu den Familien fuhr und nur einen Teil der Fahrtkosten ersetzt bekam. Wir wollten einen Kleinwagen finanzieren. Leider waren so viele ‚Wenns und Abers‘ zu klären, dass wir das Auto nicht kaufen konnten.“ Am Ende Erleichterung: „Wir haben dann eine andere Unterstützung gefunden.“

Autor:

Anja Jungvogel aus Hagen

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