Tischler-Innung Märkischer Kreis
Tischler-Lehrwerkstatt bietet erstmalig Rahmen für Freisprechungsfeier

Die Tischler-Innung Märkischer Kreis entließ auch in diesem Jahr den aktuellen Abschlussjahrgang in angemessenem Rahmen ins Gesellenleben.
  • Die Tischler-Innung Märkischer Kreis entließ auch in diesem Jahr den aktuellen Abschlussjahrgang in angemessenem Rahmen ins Gesellenleben.
  • Foto: Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis
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Wohl dem, der eine Lehrwerkstatt sein Eigen nennen kann. Wie viele andere Handwerkszweige, so war auch die Tischler-Innung Märkischer Kreis in diesem Jahr vor die besondere Herausforderung gestellt, den aktuellen Abschlussjahrgang in angemessenem Rahmen ins Gesellenleben zu entlassen. Aufgrund der corona-bedingten Einschränkungen sahen sich Innungsobermeister Johannes Wortmann und seine Vorstandskollegen bereits vor geraumer Zeit veranlasst, die traditionell in den Museen der Stadt Lüdenscheid geplante Freisprechungsfeier abzusagen. Zwar war es möglich, die Gesellenstücke dort für einen Zeitraum von 14 Tagen auszustellen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, aber auf eine großangelegte Feststunde im Beisein von Familienangehörigen und Vertretern der Ausbildungsbetriebe verzichteten die heimischen Tischler, um jegliches Infektionsrisiko auszuschließen.

Als Alternative bot die innungseigene Lehrwerkstatt einen geeigneten Rahmen und ermöglichte es, den erfolgreichen Absolventen die Gesellenbriefe und Prüfungszeugnisse persönlich zu überreichen. Aufgrund des hervorragenden Sommerwetters konnte die Zeugnisübergabe sogar in den Außenbereich verlegt und somit gebotene Abstandsregeln noch besser eingehalten werden. Im Zuge dieser etwas improvisierten aber dennoch von allen Seiten positiv aufgenommenen Feierstunde, wurden traditionell sowohl die Prüfungsbesten als auch die Bestplatzierten des Gestaltungswettbewerbes Gute Form ausgezeichnet. Bei letzterem werden die Gesellenstücke durch eine unabhängige Jury weniger unter fachlichen als vielmehr unter gestalterischen Aspekten beurteilt. Die Bewertungskommission setzt sich hierbei, anders als der innungsseitig bestellte Prüfungsausschuss, jedes Jahr aus mehr oder weniger prominenten Persönlichkeiten aus dem Innungsgebiet zusammen.

Aufgrund der Bewertung des Prüfungsausschusses erzielten folgende Junggesellinnen und Junggesellen die besten Ergebnisse: Yannick Frey (Webelhaus GmbH & Co. KG, Menden), Karen Bröhan (Kusanke Einrichtungen GmbH + Co. KG, Lüdenscheid), Max Tölle (Holz Hoffrecht Inh. Thilo Pfeifer e. K., Werdohl), Alina Tönnesmann (Webelhaus GmbH & Co. KG, Menden). Preisträger bei der „Guten Form“ sind: Maurizio Rost (1. Platz), Max Lukas Gehlhar (2. Platz) und Oliver Crummenerl (3. Platz).

Die beiden Erstplatzierten hiervon dürfen die Innung ab dem Herbst beim Wettbewerb auf Landesebene vertreten.

Ferner erhielten folgende Prüflinge ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse:
Dominik Arens (Bernd Lepenies-Beck, Meinerzhagen), Mohammad Sina Bagheri (Nils Dietrich, Halver), Oliver Crummenerl (HCH – Tischlerei Crummenerl e. K., Plettenberg), Max Lukas Gehlhar (Dennis Lewandowski, Meinerzhagen), Nils Holger Kettenmann (Dalüge & Günster GbR, Altena), Ruven Saeming Lahrmann (Gerhard Hülter und Holger Lingenberg, Hemer), Marvin Lenaerts (Manfred und Dirk Gehrmann OHG, Iserlohn), Daniel Maßmeier (Elias GmbH & Co. KG, Iserlohn), Alexander Raabe (Brükkenkamp GmbH, Iserlohn), Maurizio Rost (Pierenkemper & Co. GmbH, Halver), Cora Schmidthaus (Möbelwerkstatt Scholz GmbH & Co. KG, Werdohl), Sven Teckenberg (Stephan Andre Funkenhaus, Halver), Pavlo Tokarchuk (externer Teilnehmer), Paul Vieler (Jochen Frank, Altena).

Nicht nehmen ließen es sich die Partner des heimischen Handwerks, die IKK classic sowie die Signal Iduna Versicherung, diejenigen Absolventen mit einem Präsent auszuzeichnen, deren Endnote 2,0 und besser lautete. Während die vorgenannten Gesellinnen und Gesellen von Innungsobermeister Johannes Wortmann von den Pflichten des Ausbildungsverhältnisses freigesprochen wurden, absolviert der nächste Ausbildungsjahrgang bereits seine überbetriebliche Ausbildung in der Lehrwerkstatt in Altena-Altroggenrahmede. Hier ist vor wenigen Tagen unter erheblichem organisatorischem Aufwand und unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln der Lehrgangsbetrieb für die zukünftigen Tischlerinnen und Tischler wieder angelaufen. Und auch für das am 01.08.2020 beginnende neue Ausbildungsjahr stehen in den Innungsfachbetrieben ausreichend Lehrstellen für interessierte Jugendliche zur Verfügung.

Unter www.born2betischler.de können sich interessierte Schülerinnen und Schüler über aktuelle Ausbildungsbetriebe informieren.

Autor:

Helmut Eckert aus Schwerte

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