Mind. 1.000 Euro Schaden: Defekte Heizung schockt Eigentümerin
200.000 Liter warmes Frischwasser direkt ins Kanalsystem

Etwa 200.000 Liter Frischwasser, erwärmt und ungenutzt flossen durch einen technischen Defekt einer Privateigentümerin in das Kamener Abwasserkanalnetz.
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  • Etwa 200.000 Liter Frischwasser, erwärmt und ungenutzt flossen durch einen technischen Defekt einer Privateigentümerin in das Kamener Abwasserkanalnetz.
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Wein aus dem Wasserhahn erfreute die Anwohner im vergangenen Jahr in Italien, Castelvetro bei Bologna. Weil ein Ventil nicht funktionierte, lief der Lambrusco einer Kellerei versehentlich nicht in die Abfüllanlage, sondern in ein Aquädukt und schließlich ins örtliche Wassersystem. Die Glückseligkeit dauerte 30 Minuten. 
Geschockt hingegen ist eine Eigentümerin aus Kamen, der die Heizung jetzt einen fiesen und teuren Streich spielte.
Der fiel auf, als die Tochter beim Wannenbad über fehlendes Warmwasser klagte. Bei Überprüfung der Heizanlage im separaten Raum vernahm die Frau beständiges Rauschen. Die Wasseruhr rannte, ohne Verbraucher. Ein Fachbetrieb fand heraus: Die nicht überaltete Ölheizung, in 2020 noch gewartet,  entnahm beständig Frischwasser, erwärmte es auf rund 65 Grad und..... leitete es statt in den Wasserspeicher direkt wieder in das Kamener Abwassernetz. Der Defekt fiel spät auf, der Schaden für die Anwohnerin des kleinen Reihenhauses in Heeren ist immens. Der Mehrverbrauch: Rund 200cbm, also 200.000 Liter Frischwasser, das zudem noch als Schmutzwasser und mit ca. 700 Euro das Haushaltskonto belastet. Hinzu kommen rund 300 Liter Ölverbrauch sowie erhöhte Stromkosten. Zum Vergleich: Das Kinderbecken im Freibad Kamen fasst gerade mal rund 135.000 Liter. 
Wasser im Keller/ Tanks abbauen
Pech kommt oft im Doppelpack: Nach Reparaturarbeiten stand Wasser im Keller. Durch die Installationsarbeiten hatte sich das Abflussrohr aus der Küche gelockert und wurde undicht. Kleine Ursache, große Wirkung: Die offene Stelle liegt genau hinter den Öltanks und ist so nicht zugänglich. Abgebaut werden müssen jetzt beide Öltanks, in diesem Zuge soll die Heizung erneuert werden. Leicht gesagt: Einen Hausanschluss für die Gaszuleitung hat das Gebäude noch nicht. Die Baugenehmigung dürfte mehrere Wochen auf sich warten lassen.
Zeigen GSW und Stadtwerke Kulanz?
Die aufkommende, leichte Verzweiflung versucht die Kamenerin jetzt mit einem Kulanzantrag bei der GSW und den Stadtwerken bezüglich der Berechnung des Wasserverlustes zu bekämpfen. Hat sie Aussicht auf Erfolg? Schließlich dürfte das warme Frischwasser für eine „Blitzreinigung“ der Kamener Abwasserleitungen gesorgt haben.

Autor:

Stefan Reimet aus Holzwickede

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