10 Millionen Euro für Ukraine-Tiere: Deutscher Tierschutzbund begrüßt Regierungsbeschluss

 Tierheime in Deutschland kümmern sich um Tiere aus der Ukraine.
  • Tierheime in Deutschland kümmern sich um Tiere aus der Ukraine.
  • Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V. / Martin Ziemer
  • hochgeladen von Günter van Meegen

Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die gestrige Entscheidung der Ampel-Koalition, die in Folge des Ukraine-Kriegs fünf Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt für deutsche Tierheime, welche sich um Tiere aus der Ukraine kümmern, zur Verfügung stellt. Weitere fünf Millionen Euro werden für Tierarzneimittel zur Behandlung von Tieren in der Ukraine bereitgestellt.

„Die fünf Millionen Euro für die deutschen Tierheime sind ein wichtiges Signal und eine wertvolle Unterstützung bei der Versorgung und Betreuung von Tieren Geflüchteter und „unbegleiteter“ Tiere aus der Ukraine. Wir freuen uns, dass Bundesminister Cem Özdemir und seine Parlamentarische Staatsekretärin Dr. Ophelia Nick dieses Hilfspaket durchsetzen konnten – gemeinsam mit Bundestagsabgeordneten aus den Koalitionsparteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen, darunter Susanne Mittag, Luiza Licina-Bode und Zoe Mayer. Unsere Appelle und Gespräche an die und mit der Politik waren erfolgreich und wir sind sehr zufrieden – auch, wenn der Haushaltsansatz des Bundeslandwirtschaftsministeriums zunächst zehn Millionen Euro für die Tierheime vorgesehen hatte, was durch die FDP blockiert wurde. Weitere fünf Millionen fließen stattdessen nun in Tierarzneimittel sowie Futtermittel direkt in der Ukraine und kommen damit auch den Tieren zu Gute“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Ukraine-Krieg stellt Tierschützer vor finanzielle Herausforderungen
Viele der dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime in Deutschland haben Tiere aus der Ukraine aufgenommen – beispielsweise, weil die Besitzer ihre Haustiere nicht mit in die Flüchtlingsunterkünfte nehmen durften. Auch wenn diese „begleiteten“ Tiere in der Regel schnell wieder zu den geflüchteten Besitzern zurück dürfen, entstehen den Tierheimen Kosten für die zeitweilige Unterbringung bzw. Quarantäne, für Tollwutimpfung und Kennzeichnung. Für die bereits durch die Corona-Krise gebeutelten Tierheime bedeutet dies eine zusätzliche Herausforderung – zumal bislang oft unklar ist, ob die Behörden oder die Kommune die Kosten tragen. Auch „unbegleitete“ Tiere aus der Ukraine wurden zum Teil in deutschen Tierheimen untergebracht, ebenso Tiere aus polnischen oder rumänischen Tierheimen, um vor Ort Platz für gerettete Tiere aus der Ukraine zu schaffen. Diese Tiere verursachen bis zu ihrer Vermittlung deutlich höhere Kosten als solche Tiere, die Besitzer haben.

Autor:

Günter van Meegen aus Bedburg-Hau

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