Aktionswoche gegen ungewollte Werbepost
Papier sparen, Abfall vermeiden: Umweltberatung Langenfeld informiert und bietet Aufkleber und Aktionspostkarten an

Werbebriefe, Postwurfsendungen, Prospekte – Werbung landet häufig im Briefkasten. Nach einer aktuellen Erhebung der Universität Gießen kommen im Jahr schätzungsweise zwischen 1,3 und 1,83 Millionen Tonnen Papier für unadressierte Werbung zusammen – das sind bis zu zehn Prozent des gesamten deutschen Papierkonsums. Oft nicht gewünscht und ungelesen wandern viele bunte Prospekte nach Erhalt direkt in die Altpapiertonnen. „Wie Umfragen und Beschwerden bei den Verbraucherzentralen zeigen, sind viele Verbraucher:innen genervt von der Werbeflut“, so Laura Leuders, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale NRW in Langenfeld. Anlässlich der europäischen Woche der Abfallvermeidung vom 20. bis 28. November 2021 ruft sie unter dem Motto „Gemeinsam Werbemüll stoppen“ dazu auf, sich gegen unerwünschte Werbung zu wehren und damit Abfall zu vermeiden.

„Ein Aufkleber ,Bitte keine Werbung’ am Briefkasten oder der Haustür ist das Einfachste, das man gegen Werbeeinwürfe tun kann. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass werbende Unternehmen diesen oder einen Aufkleber mit gleicher Aussage beachten müssen”, erklärt Umweltberaterin Laura Leuders. In Langenfeld sind es erst knapp 22 Prozent der Haushalte, die bisher einen solchen Aufkleber am Briefkasten haben. „Da geht noch mehr, denn in einigen großen Städten liegt der Anteil bei weit über 50 Prozent“, so Leuders.

Kostenlose Aufkleber bei der Verbraucherzentrale

In der Aktionswoche verteilt die Verbraucherzentrale NRW Aufkleber kostenlos in der Beratungsstelle auf dem Konrad-Adenauer-Platz 1. Neben dem Aufkleber gibt es auch Aktionspostkarten, mit denen Verbraucher:innen Firmen auffordern können, adressierte Werbung zu unterlassen oder sich an den Aufkleber „Keine Werbung einwerfen“ zu halten. „Der Aktionstitel ,Gemeinsam Werbemüll stoppen‘ ist wörtlich gemeint, denn die Langenfelder:innen können auch gleich einen Aufkleber für die Nachbarn mitnehmen“, erläutert die Umweltberaterin.

Tipps gegen unerwünschte Briefkastenwerbung

Was man gegen nicht gewollte Reklame im Briefkasten tun kann, hat Laura Leuders außerdem in folgenden Tipps zusammengefasst:

  • Nicht adressierte Werbung: Ein Aufkleber „Bitte keine Werbung“ sollte den Einwurf beenden.
  • Persönlich adressierte Werbung: Hier helfen Aufkleber nicht. Wer die Werbung nicht möchte, muss dies der betreffenden Firma direkt mitteilen - am besten schriftlich per Einschreiben oder per Fax mit qualifiziertem Sendebericht.
  • Kostenlose Zeitungen: Wer diese nicht möchte, muss den Hinweis „Keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen und Wochenblätter“ am Briefkasten anbringen. Ohne diesen Zusatz dürfen kostenlose Zeitungen eingeworfen werden. Wenn der Aufkleber nicht beachtet wird, sollten Verbraucher:innen den Herausgeber anschreiben, auf den Aufkleber hinweisen und auffordern, zukünftig keine kostenlosen Zeitungen mehr einzuwerfen.
  • Parteienwerbung: Wer trotz eines Aufklebers „Keine Werbung einwerfen“ ungewollte Flugblätter oder Postwurfsendungen von politischen Parteien erhält, sollte den jeweiligen Bezirks- oder Landesverband dieser Partei anschreiben und auffordern, zukünftig weitere Werbeeinwürfe zu unterlassen.
  • Datensparsamkeit: Generell gilt: Vorsichtig bei der Weitergabe von persönlichen Daten – vor allem bei der Teilnahme an Gewinnspielen und beim Surfen im Internet.

Weitere Informationen gibt es online unter www.verbraucherzentrale.nrw/briefkastenwerbung.

Autor:

Laura Leuders, Verbraucherzentrale Langenfeld aus Langenfeld (Rheinland)

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