Die Zukunft der WFB Werkstätten sichern als Kompetenzzentrum für Arbeit und Bildung.

Die Arbeitsgruppen „Garten- und Landschaftspflege“ in den WFB Werkstätten des Kreises Mettmann GmbH leisten einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsergebnis.
Unter Anleitung von Fachkräften werden alle vorkommenden Arbeiten auf diesem Gebiet von Rasenpflege, Pflanzaktionen, Hecken- und Gehölzschnitt bis zur Unterhaltspflege von Grünanlagen und Wegen erledigt, alles, was zu einem repräsentativen Erscheinungsbild beiträgt. Dabei besitzt nachhaltiges und umweltfreundliches Vorgehen eine hohe Priorität.
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  • Die Arbeitsgruppen „Garten- und Landschaftspflege“ in den WFB Werkstätten des Kreises Mettmann GmbH leisten einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsergebnis.
    Unter Anleitung von Fachkräften werden alle vorkommenden Arbeiten auf diesem Gebiet von Rasenpflege, Pflanzaktionen, Hecken- und Gehölzschnitt bis zur Unterhaltspflege von Grünanlagen und Wegen erledigt, alles, was zu einem repräsentativen Erscheinungsbild beiträgt. Dabei besitzt nachhaltiges und umweltfreundliches Vorgehen eine hohe Priorität.
  • hochgeladen von Jürgen Steinbrücker

Kreis Mettmann. Auch Menschen mit Behinderung bleiben heute oft fit bis ins hohe Alter – eine Entwicklung, die man vor 50-60 Jahren so nicht für möglich gehalten hat. Karl-Heinz Schulz, Mitarbeiter in der WFB Kronprinzstraße in Langenfeld, wollte eigentlich nach 46 Arbeitsjahren mit 63 in den Ruhestand gehen. „Nun bleibe ich noch zwei Jahre, bis ich 65 bin“, freut sich der Mitarbeiter. Er hat hier einen strukturierten Arbeitstag, nette Kollegen und Fachpersonal, das ihn fördert, und Arbeit die er gerne macht. Die sozialen Kontakte, das Bewusstsein, etwas zu leisten, stärken sein Selbstwertgefühl. Die Werkstatt unterstützt ihn bei seiner Persönlichkeitsentwicklung.

„Sich auf die Kernkompetenzen für Arbeit und Bildung zu konzentrieren, sind die besten Voraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit der WFB Werkstätten“, betont Geschäftsführer Heinrich Feilhauer. Nur so haben Mitarbeiter/innen, die geeignet sind und dies wünschen, eine Chance auf einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft.

Allerdings werden in der gegenwärtigen öffentlichen Diskussion die reinen Vermittlungszahlen überschätzt, denn zu den ständigen Aufgaben der WFB gehöre, angemessene Arbeit je nach Leistungsfähigkeit bereit zu stellen, vielfältige, bedarfsgerechte Förderangebote zu gestalten, die Persönlichkeit der Mitarbeiter/innen weiter zu entwickeln, aber auch kundenorientiert und wirtschaftlich zu handeln sowie Information und Transparenz für die Öffentlichkeit herzustellen.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das Fachpersonal leisten exzellente Arbeit, sie wissen, dass sich auch die WFB Werkstätten dem Wettbewerb stellen müssen“, erklärt Aufsichtsrats-Vorsitzender Reinhard Ockel, der zudem darauf hinweist, dass die WFB GmbH seit 1999 ohne Unterbrechung nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert ist. Viele zufriedene Kunden bestätigen die Leistungsfähigkeit der WFB auf den Gebieten Industriemontage, Verpackung, Konfektionierung, modernste Holz- und Metallbearbeitung, Textilservice sowie Garten- und Landschaftspflege.

Die wirtschaftlichen Ziele für 2012 bezeichnen Ockel und Feilhauer als realistisch. Der Umsatz soll auf 3,48 Mio. € (2011: 3,25 Mio. €) steigen, der Deckungsbeitrag von zuvor 90 auf 91%, die Mitar-beiterentgelte auf 2,2 Mio. € (2,1 Mio. €). Die Investitionssumme steigt auf 1,3 Mio. € (675 T€).
„Im vergangenen Jahr haben sich einige Umbaumaßnahmen verzögert. Wir werden aber den In-vestitionsstau in diesem Jahr auflösen“, so Feilhauer. Größere Umbaumaßnahmen und Anschaffungen sind vor allem in der WFB Kronprinzstraße geplant sowie durch die Erweiterung und den Umzug der WZA Werkstatt zur Arbeitsförderung Langenfeld in die Carl-Leverkus-Straße 19.

Die Bemühungen um betriebsintegrierte Arbeitsplätze werden gesteigert, Ziel sind 39 (21) Plätze in 2012. Die Vermittlung auf den 1. Arbeitsmarkt sei nach wie vor eine zentrale Aufgabe, wenn auch recht schwierig. Für die Fortbildung des Fachpersonals sind 137 T€ (122 T€) geplant, die der Mitarbeiter/innen steigen auf 65 T€ (62 T€).

„Nachhaltiges Wirtschaften ist für die WFB Werkstätten wichtiger als kurzfristige Gewinnmaximierung“, erklärt Feilhauer. Das bedeute Rücksichtnahme auf den Umweltschutz, auf die Interessen von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten. Ausdruck finde das auch in der Beteiligung der Werk-stätten am Ökoprofit-Projekt 2011/2012 des Kreises Mettmann mit den Zielen: höhere Energieeffi-zienz, sorgsamer Umgang mit Wasser, Roh- und Wertstoffen, Abfallvermeidung und Abfalltren-nung sowie kontinuierlicher Erfahrungsaustausch.

Dass die WFB Werkstätten ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind, ergibt sich auch aus einer Untersuchung von Prof. Dr. Bernd Halfar (Kath. Univ. Eichstätt-Ingolstadt) und Dr. Britta Wagner vom Projektpartner „xit GmbH forschen.planen.beraten“ zum "Social return on investment", zu Deutsch Sozialrendite. Darin wird festgestellt, dass 2010 von jedem aus öffentlichen Kassen in die WFB investierten Euro fast 50 Cent in Form von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen an die Ge-sellschaft zurück flossen (11 von 23 Mio. €). Darüber hinaus sorgten 1.100 Mitarbeiter und 230 Fachkräfte für eine regionale Nachfrage von 6,7 Mio. €. Die WFB GmbH kauften Waren und Dienstleistungen für 2,8 Mio. € und sicherten damit 200 Arbeitsplätze in der Region. Werkstätten für behinderte Menschen sind zwar teuer, aber die Alternativen sind teurer.

Ein besonderes Augenmerk legten die WFB Werkstätten auch auf die Unfallverhütung und die Gesundheitsprävention. Das beginnt bei der Unterweisung in Unfallverhütungsvorschriften bereits beim Eintritt in die WFB, geht über die ergonomische Einrichtung von Arbeitsplätzen bis hin zu speziellen Kursen und Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge.

Getreu dem Motto der WFB Werkstätten „unternehmerisch handeln - sozial gestalten“ wolle man die Herausforderungen der heutigen Zeit in produktives Handeln umsetzen. „Die gegenwärtigen Veränderungen der Rahmenbedingungen fordern unsere ganze Kreativität und unser Können“, so Feilhauer. Und Aufsichtsrats-Vorsitzender Ockel erklärt: „Wir müssen auch mit den Kürzungen der Kostensätze bei Mitarbeitern in Teilzeit oder beim Zusatzpersonal zurecht kommen.“

Info: Die WFB Werkstätten des Kreises Mettmann GmbH unterhalten sechs Werkstätten an den drei Standorten Langenfeld (3), Velbert (2) und Ratingen (1). In Ratingen ist der Textilservice (Wäscherei und Heißmangel) ausgelagert, in Velbert gibt es einen zusätzlichen Standort für das Training von Mitarbeitern unter Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes.

Beschäftigte Mitarbeiter/innen zum 31.12.2011:
Langenfeld 464
Ratingen 189
Velbert 455
Gesamt 1.108

Die Arbeitsgruppen „Garten- und Landschaftspflege“ in den WFB Werkstätten des Kreises Mettmann GmbH leisten einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsergebnis.
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Autor:

Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland)

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