Fachtagung „Alter und Pflege“ mit Michael Haustein
Minister Karl-Josef Laumann im Austausch mit Experten

Foto: Max Rolke - Kreis Unna

Fachleute aus der Pflege- und Gesundheitsbranche kamen im Kreis Unna am vergangenen Mittwoch zusammen. Mit auf dem Podium saß Michael Haustein, SPD-Fraktionsvorsitzender aus Lünen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hatte zugesagt, die „Zukunft der Pflege“ aus Sicht der Landesregierung vorzustellen und sich im Anschluss in einer Podiumsdiskussion mit Experten aus den Kreisnetzwerken auszutauschen. Michael Haustein nutzte dabei die Gelegenheit, ein Thema anzusprechen, das ihm immens wichtig ist.

Minister Laumann verwies zuvor auf die massiven positiven Entwicklungen des Pflegemarkts seit Einführung der Pflegeversicherung - mit einem Mix aus Wohlfahrts- und Privatbetrieben. Jeder Mensch solle aber auch zukünftig in der Lage sein, zu entscheiden, wie und wo die notwendige Pflege stattfindet. Dazu sei eine vielfältige Angebotsstruktur erforderlich im nahen Umfeld erforderlich. Diese Struktur und der demografische Faktor machen allerdings eine Erhöhung der Pflegeversicherungs-beiträge notwendig.

Michael Haustein, Sprecher der PSAG „Pflegeheime“ sowie AWO-Heimleiter in Unna, erinnerte an die Probleme der fachärztlichen Versorgung in Heimen generell und der hausärztlichen Versorgung nachts und am Wochenende. Ein im Kreis Unna bewährtes Modellprojekt der Kassen mit dem Ärztenetzwerk habe nachweislich gut funktioniert und mehrfach anstehende Krankenhauseinweisungen verhindert. „Trotzdem wurde das Projekt nicht erweitert, sondern bezogen auf die Refinanzierungsmöglichkeiten für die Ärzte in den Rand-Zeiten verschlechtert“.

Ein weiteres, wichtiges Thema dieser Fachtagung war auch die Kurzzeitpflege. So soll Bundesminister Spahn aufgefordert werden, eine sichere Finanzierung der langfristig buchbaren solitären Kurzzeitpflegebetriebe rasch umzusetzen, versprach Minister Laumann.

Die Lüner SPD-Fraktion kritisierte schon früher die unzureichenden Plätze in der Kurzzeitpflege und hofft nun, dass der Aufforderung Taten folgen.

Petra Klimek

Autor:

Petra Klimek aus Lünen

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