ExtraSchicht im Chemiepark Marl am 29. Juni

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Der Chemiepark Marl ist der einzige aktive Ankerpunkt der Route der Industriekultur. Gegründet 1938 als Chemische Werke Hüls GmbH, hat sich die Anlage mit einer Fläche von mehr als sechs Quadratkilometern zu einem der größten Chemiestandorte Deutschlands entwickelt. Zur ExtraSchicht öffnen sich die Werkstore für Rundfahrten über das Areal. Ein weiteres Highlight: der beeindruckende Ausblick von der neunten Etage des Hochhauses auf die gigantischen Werksanlagen.

Von Moers bis Hamm, von Marl bis Hagen: 50 Spielorte, 24 Städte und über 2.000 Künstler. Jeder Besucher kann die Nacht der Industriekultur am 29. Juni 2019 anders erleben. Individuell für sich, von 18 bis 2 Uhr. In der Nacht vergeht die Zeit wie im Flug, und das Ruhrgebiet ist weitläufiger als gedacht.

CHEMIE LIVE ERLEBEN

Wie zerlegt man eigentlich Luft in ihre Bestandteile? Und hält Kleben tatsächlich genau so gut wie Schweißen? Fragen wie diesen gehen die Werksführungen im Chemiepark Marl nach. Die Anlage öffnet zur ExtraSchicht ihre Werkstore für regelmäßige Führungen.

Programm 2019

In diesem Jahr werden zusätzlich bis 22:00 Uhr die alte Schaltwarte im Kraftwerk 1 und die neue TPM-Akademy – eine Dauerausstellung mit 21 Modellen zum Anfassen mit anschließender Experimentierzone – besucht. Für weitere Highlights und eine lockere Unterhaltung für die wartenden Gäste sorgen die Band Jazzpolizei und die weitreichende Beleuchtung des Hochhauses. Für das leibliche Wohl werden Snacks und Getränke angeboten.

Mindestalter: sechs Jahre. Fotografieren nicht gestattet.

HIGHLIGHTS

18:00 - 01:30 Uhr, alle 25 Min.
Bustouren durch den Chemiepark
18:00 - 21:00 Uhr, alle 60 Min.
Besuch der alten Schaltwarte - Kraftwerk 1
18:00 - 21:00 Uhr, alle 60 Min.
Besuch der TPM-Akademy

ExtraSchicht, die Nacht der Industriekultur

200.000 Besucher, 50 Spielorte, 24 Städte, eine Nacht: Seit 2001 setzt die ExtraSchicht, die Nacht der Industriekultur, die Metropole Ruhr in Szene. Ein Kulturfestival, 2001 aus der Idee geboren, das industriekulturelle Erbe der Region sichtbar zu machen und gezielt miteinander zu vernetzen. 30.000 Gäste und rund 100 Programmpunkte machten damals den Anfang. Heute bespielen, immer am letzten Samstag im Juni von 18 bis 2 Uhr, jährlich rund 2000 Künstler ehemalige Industrieanlagen, Museen und Landmarken und füllen auf diese Weise das Prinzip der Industriekultur mit Leben.

CHEMIEPARK MARL

Der Chemiepark Marl ist einer der größten Chemiestandorte in Deutschland und gleichzeitig der größte Produktionsstandort von Evonik. Das Gelände erstreckt sich über eine Fläche von mehr als sechs Quadratkilometer und bietet rund 10.000 Arbeitsplätze.

Neben Evonik, ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen sind 17 weitere Unternehmen im Chemiepark angesiedelt. Die rund 100 Produktionsanlagen stehen in einem engen stofflichen und energetischen Verbund und werden zum größten Teil rund um die Uhr betrieben. Mehr als vier Millionen Tonnen Produkte jährlich starten von hier aus ihren Weg in die ganze Welt. Der Energiebedarf des Chemieparks Marl wird durch die Erzeugung von Strom und Dampf in umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung gedeckt. Dafür werden zwei eigene Gas- und ein Kohlekraftwerk betrieben.

Der Produktionsschwerpunkt im Chemiepark Marl ist die Umsetzung von petrochemischen Rohstoffen wie Benzol, Ethylen, Propylen, Methanol und Phenol zu Basis-, Fein- und Spezialchemikalien – vom C4-Schnitt zu Folgeprodukten, von der Chlorelektrolyse zu PVC, vom Acetylen zu Tetrahydrofuran, von Fettalkoholen und Ethylenoxid zu Tensiden und von Acrylsäure zu Butylacrylat, um nur einige Beispiele zu nennen.

All diese Produkte finden wir in Bereichen des täglichen Lebens wieder. Ob Tapete oder Farbe, Shampoo oder Hygieneartikel, Latex-Matratzen oder Pharmazeutika, Komponenten für den Autobau und Kraftstoffzusätze sowie Dämmstoffe für die Bauindustrie – die Produktpalette ist vielfältig. Auch Joghurt und Margarine kommen nicht ohne die leistungsstarken Chemikalien aus, ebenso wenig wie viele Sportartikel.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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