Welchen Erfolg hat die Artothek der Stadt Marl?

Vor 30 Jahren, am 1. Februar 1982, wurde die Artothek der Stadt Marl eröffnet, damals mit 96 Einzelwerken. Im Laufe der Jahre wurde der Bestand der Ausleihobjekte stetig erweitert und aktualisiert. Mittlerweile umfasst die Sammlung mehr als 135 Werke der bildenden Kunst. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Grafiken, aber auch Zeichnungen, Objekte und Kleinskulpturen. Sie umfasst nahezu alle Stilrichtungen der Kunstentwicklung der Nachkriegszeit: von Adzak bis Dali, Hajek, Morellet und Twomly bis hin zu Uecker und Weber, um nur einige prominente Namen zu nennen.

In der Artothek stehen jetzt 156 Kunstwerke, zumeist grafische Arbeiten und einige Kleinskulpturen, zur Ausleihe zur Verfügung. Es handelt sich häufig um Arbeiten von Künstlern, die auch mit plastischen Werken in der Sammlung des Skulpturenmuseums Glaskasten vertreten sind. Die Ausleihzeit für ein geringes Entgelt beträgt zwei Monate.

Auf die Frage, wie häufig wurden diese Kunstwerke ausgeliehen, gab es von der Kultur-Verwaltung folgende Auskunft.

1.2. bis 31.12.1982 = 243 Ausleihen, 87 Benutzer
Wie häufig vor fünf Jahren?
22 Werke, 8 Personen
Wie häufig 2010?
18 Werke, 18 Personen
Wie häufig 2011?
17 Werke, 5 Personen

Der Kreis der Zahl der Ausleiher ist schwankend. Es wird ein wechselnder Kundenstamm von ca. 20 Personen geschätzt, die in zeitlichen Abständen die Artothek nutzen.
In 2011 waren es allerdings nur 5 Personen.
In 2011 betrugen die Einnahmen 595,00 €.

Ziel der Artothek ist es, interessierten Bürgern die Möglichkeit zu eröffnen, qualitativ gute Kunstwerke ohne große Kosten in ihre Wohnung zu bringen und durch das tägliche Sehen zu einer Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst zu kommen. Das tägliche Sehen führt häufig zur positiven Bewertung oder zumindest zum besseren Verständnis. Dieses Ziel ist nicht messbar, aber mit jedem Nutzer kommt man ihm näher.
So lautet die aktuelle Begründung der Kulturverwaltung.
Wenn man die Ausleihen der letzten Jahre sieht. kann man durchaus der Meinung sein, das dieses Ziel nicht erreicht wurde.
Die Zahlen die von der Stadt ermittelt wurden zeigen, die Bürger haben wenig Interesse an diesem Angebot.

Ist es nicht sinnvoller die Kunstwerke der Artothek zu verkaufen?

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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