Anrüchiger Hamburgerduft

Ungewohnte Töne hört man zur Zeit aus der Marler Bauverwaltung. Angeblich aus Eigeninitiative hat man den Bereich des Wäldchens am Hagenbusch neu verplant. Während man bisher nur immer davon hörte, dass der Personalmangel in der Bauverwaltung dazu führte, dass sich alle Arbeiten verzögern würden, nun dieser Eifer.
Was hier unter dem harmlosen Namen „Änderung des Bebauungsplans Nr. 56“ daherkommt, verbirgt aber eine Menge Sprengstoff. Bereits seit längerer Zeit ist es im Rathaus ein offenes Geheimnis, das die Fast-Food-Kette, bei der der Hamburger König ist, ein Auge auf das Gelände geworfen hat. Die Lage direkt am Schulzentrum dürfte schließlich auch ideal sein. Aber warum hat die Verwaltung so starkes Interesse daran ?
Doch nicht nur die Fleischbraterei birgt Konfliktpotential. Sollte dies Gelände als Gewerbegebiet ausgewiesen werden, bekäme der Marler Stern weitere Konkurrenz, ganz zu schweigen von der Möglichkeit, dass auch weitere Spielhallen sich ansiedeln könnten.
Den entscheidenden Politikern im Bauausschuss waren alle diese Punkte aber kein warnendes Beispiel und sie nickten die Bebauungsplanänderung ab. Lediglich Bündnis 90/Die Grünen wies darauf hin, dass die Stadt schon mit dem Bau und der Vermarktung des gegenüberliegenden Herzlia-Center Schiffbruch erlitten hätte und stimmte dagegen.

Autor:

Diana Hubert aus Marl

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