Deutsche Bahn stellt Marler Pendler aufs Abstellgleis - Rhein-Ruhr-Express hält doch nicht in Sinsen

Da rast er dahin: Für die Pendler in Marl bleibt nur das Hinterherschauen, denn die Deutsche Bahn lässt den RRX nicht am Bahnhof Sinsen halten.
  • Da rast er dahin: Für die Pendler in Marl bleibt nur das Hinterherschauen, denn die Deutsche Bahn lässt den RRX nicht am Bahnhof Sinsen halten.
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  • hochgeladen von Mariusch Pyka

Die Vorfreude bei den Marler Pendlern war groß. Der neue Rhein-Ruhr-Express (RRX) sollte sie am Sinsener Bahnhof aufsammeln. Doch jetzt stehen sie frustriert vor der neuen Entscheidung der Deutschen Bahn, denn aus der Schnellverbindung wird nichts. In Sinsen gibt der beschleunigte Regionalzug Gas, die Marler Fahrgäste werden abgehängt.

Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) ist ein geplantes System von beschleunigten Regionalzügen, das in der Metropolregion Rhein-Ruhr als Premiumangebot des Regionalverkehrs mit gehobener Ausstattung zwischen Regional-Express (RE) und Fernverkehr angesiedelt sein soll. Die Züge sollen zum Nahverkehrspreis genutzt werden können.

Die Halte außerhalb der Kernstrecke (Außenäste) des Rhein-Ruhr-Express lehnen sich an die Stationshalte der heutigen Regional-Express-Linien an.
Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) gilt als wichtigstes Infrastrukturprojekt im Schienenpersonenverkehr in NRW. Nun soll das Projekt in die nächste Runde gehen. Dabei wurde jetzt öffentlich, dass der neue Premiumzug nicht den geplanten Halt in Marl-Sinsen einlegen soll, so die Deutsche Bahn in ihrer letzten Pressemitteilung.

„Damit hat die Deutsche Bahn ihre Dreistopp-Strategie für den Kreis Recklinghausen über den Haufen geworfen und will nur noch die Haltepunkte Recklinghausen Hauptbahnhof sowie Haltern Bahnhof einlegen, kritisiert der Landtagsabgeordnete Carsten Löcker (SPD) aus Marl.“ Begründung für den Wegfall sind sogenannte Kapazitätsauslastungsprobleme auf der Strecke zwischen Münster und Düsseldorf. Jeder Halt kostet Zeit.

In der letzten Bahnsprechstunde in Düsseldorf machte der hiesige Landtagsabgeordnete nun seinem Ärger Luft und forderte die Deutsche Bahn auf, diese Planung zu überdenken und die berechtigten Interessen der Pendler in Marl und Umgebung anzuerkennen. „Wir im nördlichen Ruhrgebiet brauchen jede zusätzliche Schienenverbindung, die wir bekommen können", so Carsten Löcker und macht deutlich, dass das nördliche Ruhrgebiet erheblichen Nachholbedarf hat.

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