Herne demontiert, Erndtebrück kann kommen

Der Überflieger: Kadir Mutluer erwischte gegen Herne einen Sahnetag, bereitete drei Treffer vor und servierte selbst einen Doppelpack.
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  • hochgeladen von Mariusch Pyka

Martin Schmidt und seine Jungs wollten Zeichen setzen. Und das machten sie eindrucksvoll: Mit fünf Ausrufezeichen bei Westfalia Herne unterstrichen sie ihre Regionalliga-Ambitionen. Doch das kann nur der Anfang sein, denn am Sonntag (15 Uhr) vor heimischer Kulisse müssen gegen TuS Erndtebrück die nächsten zählbaren Argumente für den Aufstieg her.

Ansonsten würde der 5:0-Kantersieg in Herne schnell zum Muster ohne Wert degradiert werden. Denn die Gäste zählen zu den NRW-Liga-Kellerkindern und gehören der Kategorie an: Pflichtaufgabe. Lediglich elf Punkte in 18 Partien sammelten die Siegerländer bislang. Eine Bilanz, die eigentlich für sich spricht, doch Trainer Schmidt warnt vor übersteigerter Euphorie nach dem Derby-Triumph und weiß, dass in dieser Liga kein Verein zu unterschätzen ist. Zumal die Siegerländer sich noch keinesfalls aufgegeben haben.
Doch das eigentliche Problem liegt in den eigenen Reihen. Trotz der fünf Treffer zählt die VfB-Offensive ohne Torjäger Christian Erwig als Schwachstelle im Team. Zwar trafen Timur Karagülmez (24. Minute), David Piorunek (36.), Matthias Krantz (40.) und vor allem Ballverteiler Kadir Mutluer (68., 75.) mit einem Doppelschlag am Schloss Strünkede mitten ins Herz der Westfalia, die darf allerdings ob ihres personellen Umbruchs derzeit nicht als Maßstab genommen werden. Zum Glück bekam Erwig nach seiner Roten Karte gegen Aachen lediglich zwei Spiele Sperre aufgebrummt, so dass die Hülser Tormaschine nach Erndtebrück wieder in die Attacke-Abteilung zurückkehrt
Leise Entwarnung scheint es in der Führungsfrage des Clubs zu geben. VfB-Boss Horst Darmstädter wollte aus privaten Gründen eigentlich nach fast 50 Jahren vom Thron steigen. Am 8. März sollte bei der Jahreshauptversammlung die unvergleiche Ära beendet werden. Allein, Rolle rückwärts zum Besten des Vereins.
Denn nach Wunsch steht die Aufgabe Regionalliga ins Haus, will heißen: Sollte sich die Werks-Elf sportlich qualifizieren, müssen die Aufstieg-Auflagen erfüllt und eine konkurrenzfähige Mannschaft gebastelt werden. Dafür kann‘s nur Einen geben. Also stellt sich das Organisationstalent noch ein Jahr in den Dienst des Vereins. Und vielleicht kommen ja doch noch einige dazu...

Autor:

Mariusch Pyka aus Marl

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