DNA-Spur führt nach 15 Jahren zum Tatverdächtigen - Festnahme in Paris

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Am 16. April 2003 fanden Polizisten im Naherholungsgebiet Bagno in Steinfurt die Leiche einer 37-jährigen Münsteranerin. Die Frau wurde Opfer eines Kapitalverbrechens und ist an den Folgen zahlreicher Stichverletzungen verstorben.

Bereits nach ersten Ermittlungen im Umfeld der getöteten Frau richtete sich der Tatverdacht gegen ihren ehemaligen Lebenspartner. Der damals 32-jährige Mann türkischer Abstammung lebte ebenfalls in Münster, befand sich jedoch nach der Tat auf der Flucht. Die noch im April 2003 initiierte Öffentlichkeitsfahndung blieb erfolglos.

"Ende Juli informierte das Landeskriminalamt die Polizei in Münster über einen Treffer in der DNA Datenbank", erläuterte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape  in Münster. "Auf der Grundlage der 2003 angelegten Spur mit Angaben zum Tatverdächtigten konnte bei einer aktuellen Spurenanlage in Frankreich die Übereinstimmung festgestellt werden."

Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux, Leiter der 2003 eingesetzten Mordkommission, führt auch heute die weiteren Ermittlungen. "Nach der über LKA NRW und BKA veranlassten Zusammenführung von Spur und Spurenleger erfuhren wir, dass der Tatverdächtige seit 10 Jahren unter anderen Personalien in Paris lebt", berichtete der Kriminalbeamte. "Der Mann wurde am 2. August nach einem Messerangriff auf eine Sozialarbeiterin von der französischen Polizei in Paris festgenommen."

"Die Staatsanwaltschaft Münster hat auf der Grundlage des europäischen Haftbefehls bereits das Auslieferungsverfahren für den heute 47 Jahre alten Beschuldigten eingeleitet", erklärte Oberstaatsanwalt Lechtape.
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