Teil des Familienlebens

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Langer Beifall bestätigte dem hochrangigem Gast aus Berlin, Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen, dass er mit seiner Rede genau den Nerv der anwesenden Gäste bei seinem Besuch der Mendener Firma HJS getroffen hatte.
Nach einer Führung durch die Fabrikationshallen des mittelständischen Unternehmens begrüßte Firmeninhaber Hermann Josef Schulte den Bundespolitiker und rund 300 Gäste. Darunter MdB Dagmar Freitag, den EU-Abgeordneten Peter Liese, den MdL Wolfgang Exler, Landrat Thomas Gemke und die Bürgermeister Volker Fleige (Menden) und Michael Esken (Hemer).
Er stellte mit seinen Worten deutlich heraus, dass Entscheidungen der Politik von existentieller Bedeutung für Betriebe der Größenordnung und der Ausrichtung wie „HJS“ sind. „Wenn die Regierung nicht die Voraussetzung für Umwelt-Technologie und damit einen Markt für unsere Innovationen im Bereich der niedrigen Emissionswerte schafft, haben wir keine Existenzchance“, so Hermann Josef Schulte. „Erst als der Gesetzgeber beispielsweise auf die Nachrüstung beim Katalysator setzte, kam Bewegung in den Markt.“ Die Entwicklung bis zur nutzbaren Reife der Produkte im Bereich dieser Technologie nimmt etwa sechs bis sieben Jahre in Anspruch und „da investieren wir Millionenbeträge zur Forschung und benötigen schon eine gewisse politische Sicherheit.“
„Diese Technologie liegt mir am Herzen“, stieß HJS beim Minister auf offene Ohren. „Ihre Wirtschaftshaltung richtet sich nicht nur nach Gewinnmaximierung. Hier ist die Arbeit noch Teil des Familienlebens.“ Reines Gewinnstreben hat die Welt an den Rand des Zusammenbruchs geführt, wie die jüngste Vergangenheit zeigte. „Das ist hier anders.“Die Wirtschaft hat dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt.
Ohne die mittelständischen Betriebe hätte Deutschland nie den jetzigen Wohlstand erreicht: „Sie übernehmen eine große volkswirtschaftliche Verantwortung.“
Und wie es in der Vergangenheit war, kann es nicht weitergehen. Damals galt das Wachstumsprinzip, da wurden ohne Rücksicht die natürlichen Ressourcen abgebaut.
„Wir verbrauchten mehr, als die Erde wieder herstellen konnte. Und wir pusteten mehr CO2 und andere Schadstoffe in die Luft, als unser Planet recyclte“, hob Röttgen den Zeigefinger. „Machen wir so weiter, landen wir in einer Sackgasse.“
Der Mensch muss vom Ressourcenverbrauch zur Ressorceneffizienz kommen. Und zudem sei es wichtig, Natur und Umwelt zu schützen. „Innovationen wie in dieser Firma, die die zukünftig weltweit geforderten niedrigen Emissionswerte realisieren können, sind deshalb für die Menschen überlebenswichtig“, betonte der Minister ausdrücklich.
Es sollte bedacht werden, dass China und Indien entschlossen sind, den gleichen Weg zum Wohlstand zu gehen wie die führenden Nationen. „Da dürfen nicht wieder die Fehler gemacht werden, die von uns gemacht worden sind.“
Wer dann gut aufgestellt ist, steht in der ersten Reihe.

Autor:

Peter Benedickt aus Fröndenberg/Ruhr

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