Halinger Dorftheater 2018 - "Adel, Tadel und Verdruss" - Die Premiere am 02.03.2018

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Wilhelmshöhe Menden,
Schwitter Weg 29, 58706 Menden

Es war wieder ein vergnügter Abend bei der Premiere des neuen Stücks „Adel, Tadel und Verdruss“ vom Halinger Dorftheater.
Michael (Manfred Wilmes) und Sonja (Ines Wilmes) haben Geldsorgen. Ihre kleine Landwirtschaft bringt keinen Ertrag mehr, und Michael hat auch noch seine Arbeitsstelle verloren. Trotzdem greift der gutmütige Michael seinem faulen Bruder Fridolin (Dieter Fischer), der gegenüber haust, immer wieder unter die Arme, ohne dass er das Geld jemals wiedersieht. Drum lässt Sonja sich etwas einfallen. Opa Pauls (Reinhold Wilmes) Wohnung will Sonja an Dietrich Freiherr von Dietrichshausen (Bastian Schuldt), ein adliges Muttersöhnchen aus betuchtem Hause, vermieten. Die Postbotin Lisa (Meike Graefen) hört leider schlecht und versteht deshalb vieles falsch. So erzählt sie Sonjas Mann, der neue Mieter sei ein „heißblütiger Freier“. Als der junge Adlige dann in seiner unbekümmerten Art Sonja tatsächlich den Hof macht, ist das zu viel für den eifersüchtigen Michael. Er und sein Vater setzen dem Adelsspross gehörig zu.
Die strenge und derbe Rosa, Fridolins und Michaels Schwester (Verena Kuhlemann), bemüht sich derweil erfolglos, ihren Bruder Fridolin zur Ordnung zu bewegen. Der Schlamper bekommt auch noch täglich Liebesbriefe von Postbotin Lisa! Doch dann findet Lisa an Freiherr Dietrich Gefallen und die Beiden verlieben sich. Als plötzlich Dietrichs strenge Mutter Brunhilde (Rosel Kuhn) auftaucht, die sich erhofft, dass ihr Sohn hier endlich zu dem Manne reift, der einmal die Firma leiten kann, ist das Chaos perfekt. Doch Dank Opa Paul kommt Brunhilde von ihrem hohen Ross herunter und auch Dietrich gewinnt durch seinen kurzen, aber intensiven Aufenthalt auf dem Land Selbstbewusstsein. Und ein unerwartetes Erbe löst endlich die finanziellen Probleme der Familie.
Die Rollen sind den Akteuren auf den Leib geschnitten. Hier werden die Charaktere so überzeichnet, dass man sich fragt, gibt es solche Postboten, Adelige und Bauersleut überhaupt?
Nein, die gibt es nicht wirklich, sondern nur auf der Bühne im Dorftheater, und das ist auch gut so! Denn so wie hier dem Schicksal nachgeholfen wird, kann man nur froh sein, dass es solch brachiale Typen nur im Dorftheater auf der Bühne gibt.
Aber sie bereiten uns mit ihrem Spiel einen unvergesslichen und äußerst vergnüglichen Abend. Es wird - wie immer - herzhaft gelacht.
Die Regie von Michael Henze, Helga Kraft und Manfred Wilmes hat mal wieder einen echten Knaller auf die Bühne gebracht.

Der heimliche Star des Stückes ist jedoch das Bühnenbild.
Schon immer legten die Halinger Wert auf ein detailgetreues und liebevoll gestaltetes Bühnenbild, aber in diesem Jahr ist den Bühnenbauern unter der Leitung von Reinhold Wilmes, der gleichzeitig auch spielt, ein ganz besonderes Bühnenbild gelungen. Mit einem Wort: hammermäßig.
Und was nehmen wir mit nach Hause?
Bestellt keine Medikamente, wenn Lisa bei euch Postbotin ist, esst keine Pilze mit Rosa, und aus dieser Sau wird auch mal Wurst…

Wie mir gesagt wurde, können noch einige Restkarten für unterschiedliche Aufführungen erworben werden. Tel.-Nr: 0 23 78 / 890227.

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