Backsteintheater
Eine Bühne macht sich unabhängig

Geschäftsführerin Marie Zipp-Timmer, Regisseur Michael Bohn (Mitte) und der Vorsitzende Jost Schenck (rechts) freuen sich auf die neue Arbeit im Theaterverein.
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Theater im Krankenhaus. Das hat über 30 Jahre für positive Schlagzeilen und gute Laune gesorgt, zumindest dann, wenn vom Mülheimer Backsteintheater des Evangelischen Krankenhauses die Rede war. Jetzt hat das Backsteintheater um Regisseur Michael Bohn die Rechtsform eines Vereins angenommen, der ehrenamtlich und unabhängig vom Evangelischen Krankenhaus agieren wird.

Der neue Theaterverein, der das von der UNESCO ausgezeichnete kulturelle Lebenswerk und Erbe der ehemaligen Stiftungsdirektors, Volkmar Spira, fortführt, wurde von 25 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen. An der Spitze des Vereins, der aktuell an einer eigenen Internetseite und an der Anerkennung als gemeinnütziger eingetragener Verein arbeitet. Das Markenzeichen e.V. ist notwendig, um ein Spendenkonto einzurichten und Spendenquittungen für Einzelspenden und Fördermitgliedschaften ausstellen oder Fördermittel beantragen zu können.

So will sich der vom Vorsitzenden Jost Schenck, von der Geschäftsführerin Marie Zipp-Timmer, vom Schatzmeister, Hendrik Stuhrmann, und vom Beisitzer, Kevin Kowalowski, geführte Verein sich ein finanzielles Fundament für seine weitere Arbeit verschaffen. "Auch als Verein bleiben wir mit dem Evangelischen Krankenhaus verbunden. Wir werden aber auch unabhängiger und flexibler, wenn es um Kooperationen, Spielstätten, Aufführungsformen, Genres und unser Repertoire geht", sagt Jost Schenck. Außerdem wollen die Backsteiner ihr Theater weiterhin niederschwellig und deshalb eintrittsfrei über die Bühne bringen. "Alle, die Freunde am Theater haben, sollen unsere Aufführungen anschauen können", betont Marie Zipp-Timmer. Derzeit führen seine Vorstandskollegen und er Gespräch mit der Klinikleitung, um zu klären, in welchem Umfang das Evangelischen Krankenhaus auch künftig das Theater unterstützen wird.

Probe-Bühne bleibt

Fest steht: Das Backsteintheater wird seine Probenbühne an der Schulstraße behalten können.  Und in zehn Monaten endet der Honorarvertrag des Backsteintheaterleiters und langjährigen Krankenhaus-Mitarbeiters, Michael Bohn.  "Das hat mit meinem Geburtsdatum zu tun", umschreibt Bohn die Tatsache seines Renteneintritts. Aber auch im Ruhestand, daran lässt Bohn keinen Zweifel, wird er als ehrenamtliches Vereinsmitglied sein Wissen, seine Erfahrung und seine Leidenschaft in die weitere Arbeit es Backsteintheaters einbringen.

Auf jeden Fall fortsetzen wird das Backsteintheater auch eine bereits bestehende Kooperation mit der Otto-Pankok-Schule und mit der Regler-Produktion. Wie im Vorjahr wird auch in diesem September eine Backsteintheateraufführung ("39 Stufen") in der Freilichtbühne an der Dimbeck zu sehen geben.

Geschäftsführerin Marie Zipp-Timmer, Regisseur Michael Bohn (Mitte) und der Vorsitzende Jost Schenck (rechts) freuen sich auf die neue Arbeit im Theaterverein.
Der ehemalige Stiftungsdirektor des Evangelischen Krankenhauses, Volkmar Spira, hat das Backsteintheater vor30 Jahren gegründet und bis 2008 geleitet.
Autor:

Thomas Emons aus Mülheim an der Ruhr

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