Mädchen können auch Technik
Mädchen und Jungs schnupperten in untypische Berufe

In der Schlosserei zeigt Azubi Nicola Serra (Industriemechaniker) und Tuba Tasdelen, wie Buchstaben in ein Metallschild einzuschlagen sind, um nachher einen Schlüsselanhänger mit eigenem Namen zu erhalten.
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  • In der Schlosserei zeigt Azubi Nicola Serra (Industriemechaniker) und Tuba Tasdelen, wie Buchstaben in ein Metallschild einzuschlagen sind, um nachher einen Schlüsselanhänger mit eigenem Namen zu erhalten.
  • Foto: Privat
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Der Girls`-/Boys` Day  am Mittwoch, 27. März, fand wieder großen Anklang bei Schülern im Alter von 14 bis 19 Jahren. Seit dem Start der Aktion im Jahr 2001 haben insgesamt etwa 1,9 Millionen Mädchen teilgenommen. Und über 32.400 Plätze für Jungen in mehr als 7.400 Angeboten standen zur Verfügung. Der Tag soll die Gelegenheit bieten, mal in Berufe reinzuschnuppern, die nicht "geschlechtertypisch" sind. Das gilt sowohl für Mädchen als auch für Jungen. 

Mädchen können auch Technik – davon überzeugten sich am Girls‘Day bei Siemens bundesweit an 26 Standorten rund 700 Mädchen im Alter von vierzehn bis zu neunzehn Jahren: Besonders beliebt waren die NRW-Standorte Bielefeld, Mülheim, Duisburg und Düsseldorf, wo insgesamt gut 100 Mädchen einen ganz besonderen Tag erlebten, um männerdominierte Berufe kennenzulernen.

Um Praxisbezug ging es auch für zwanzig junge Frauen im Siemens-Werk. Im standortansässigen Ausbildungszentrum erhielten die Teilnehmerinnen Einblicke in die erforderlichen handwerklichen Fähigkeiten für eine Vielzahl technischer Berufe. In der Dreherei, Elektrowerkstatt, Schlosserei und im CAD Zeichenbereich stellten sie ihr technisches Geschick unter Beweis. Begleitet von Auszubildenden, produzierten sie beispielsweise mit eigenem Namen versehene Metall-Namensschilder als Schlüsselanhänger und gefräste oder gelötete Motive aus Metall. Die Arbeitsergebnisse durften sie als Andenken stolz mit nach Hause nehmen.

Jungen lernten Pflege kennen

Auch beim diesjährigen Boys’ Day konnten wieder einige Schüler im St. Marien-Hospital in für Männer untypische Berufe schnuppern. Nach der offiziellen Begrüßung durch die  Pflegedienstleiterin Diana Trifunoski ging es für die Jungen im Alter von zwölf bis sechzehn Jahren direkt an die Praxis. In Begleitung der Stationsschwester lernten die Schüler die vielfältigen Tätigkeitsbereiche der Gesundheits- und Krankenpfleger auf den
verschiedenen Stationen kennen.

Beim nachfolgenden Reanimationstraining an einer Puppe lernten die jungen Teilnehmer lebensrettende Maßnahmen, die im Klinikalltag Bestandteil der Intensivpflege sind. Zum Abschluss gab das Team der Contilia Akademie
den Schülern umfassende Informationen zur Ausbildung und allen
Weiterbildungsmöglichkeiten mit auf den Weg.

Bohren und sägen

25 Mädels waren es bei der RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft anlässlich des Girlsdays, die sich in den technischen Ausbildungsberufen ausprobieren wollten. Nach einer Wasserwerksführung ging es für sie an verschiedene Werkbänke. In der Elektrowerkstatt kürzten sie Kabel, entfernten Isolierungen und verschraubten Stecker, um Verlängerungskabel herzustellen. Feilen, Bohren, Metall sägen und Gewinde drehen stand in der Ausbildungswerkstatt auf dem Programm. Am Ende waren die Achtklässlerinnen zufrieden, denn jede konnte einen neuen Flaschenöffner mit nach Hause nehmen. Auch RWW-Ausbildungskoordinatorin Beate Bacevicius blickte auf einen gelungenen Tag zurück: "Wir freuen uns sehr über den abermals großen Zuspruch. Innerhalb kürzester Zeit war unser Angebot leider schon ausgebucht." Und wer in diesem Jahr beim Wasserversorger kein Glück hatte, der probiert es eben 2020 wieder.

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