Schüler basteln ihre eigenen Longboards

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Aus diesen Materialien sollen am Ende der Woche Longboards entstehen. (Foto: RuhrText)

Longboarden ist die Trendsportart der letzten Jahre und fasziniert Jung und Alt gleichermaßen. Egal, ob als praktisches Fortbewegungsmittel für den Schulweg oder als sportliche Herausforderung auf abschüssigen Straßen – Longboarden begeistert und macht riesig Spaß. Doch wie werden die großen Boards eigentlich hergestellt? Dieser Frage gehen in dieser Woche eine Gruppe von zwölf Jungen und Mädchen des Kinder- und Jugendtreffs „Café Ziegler“ auf den Grund.

Elf Uhr am Morgen. Im Eingangsbereich des Mülheimer Kunstmuseums herrscht noch angenehme Stille. Doch im Keller, im Atelier des Hauses, gibt es bereits rege Betriebsamkeit zu beobachten. Ein Dutzend Schüler ist konzentriert bei der Sache. Es wird gemessen und gezeichnet. Jeder Strich muss sitzen, damit die späteren Schritte nicht in die Hose gehen.

Aber was wird das Ganze? Man muss schon etwas genauer hinschauen, um es zu erkennen. Die Jungen und Mädchen aus dem Jugendtreff "Café Ziegler" stellen ihre eigenen Longboards her. Diese Sportgeräte waren einst Vorgänger des Skateboards. Sie sind zwischen 90 und 150 cm lang (die Mülheimer Exemplare werden zwischen 95 und 102 cm lang sein) und damit länger als die gewöhnlichen Skateboards. Um Stöße besser abzufedern, werden größere Rollen aus weicherem Material montiert. Seit einiger Zeit erfreuen sich die Bretter in einigen Ländern wieder großer Beliebtheit und zählen deswegen auch hierzulande als Trendsport.

Deswegen befasst sich der Workshop in der ersten Ferienwoche mit diesem Thema. Neben dem Café Ziegler und dem Kunstmuseum sind auch das Bildungsnetzwerk Innenstadt und Trendsport Mülheim Partner dieser Aktion. Durch eine Förderung der Leonhard-Stinnes-Stiftung konnten die vorgepressten Bretter sowie weitere Materialien beschafft werden.

Zu Beginn lernten die Teilnehmer in einem Film die verschiedenen Formen und Verhaltensweisen der Boards kennen. Trendsport Mülheim brachte sogar echte Exemplare mit und stellte sie für erste Probefahrten zur Verfügung. "Das ist selbst für mich Neuland, ich bin früher immer nur Skateboard gefahren", sagt Thorsten Lersch, einer der Betreuer.

Am zweiten Tag sitzt er genauso verzweifelt wie seine zwischen 12 und 14 Jahre alten Schützlinge an einem Werkstisch und versucht, an Hand einer Schablone, die richtige Form auf das Holz zu zeichnen. Später soll das Board dann ausgesägt und anschließend abgeschliffen werden. "Das ist eine ziemlich penible Arbeit", gesteht Lersch.

Besonders spannend wird es jetzt, wenn die fertigen Boards künstlerisch gestaltet werden. Der Graffiti-Künstler Cole Blaq wird den Jugendlichen dabei wertvolle Tipps und Anregungen geben. "Am Ende wollen wir natürlich alle eine Runde fahren", sagt Lisa Gliem.

Am Freitag ist das Werk vollbracht, zur Mittagszeit werden die neugebauten Sportgeräte im Kunstmuseum präsentiert.
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