21 Leuchttürme in der Demenzberatung

Foto: Archiv

In Oberhausen leben mittlerweile circa 3.750 Menschen mit Demenz. Jedes Jahr erkranken 800 Bürger in dieser Stadt an einer Demenz. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der Menschen mit Demenz in unserer Stadt auf rund 8000 angewachsen sein.
Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen benötigen Hilfe.

Hilfe zur Entlastung, Hilfe bei der Pflege, Hilfe bei der Begleitung und vieles mehr. Es gibt mittlerweile eine Vielfalt an Hilfen. Doch: Wo bekommt man diese Hilfen? Welche Hilfen sind sinnvoll. Wie komme ich an diese Hilfen? Viele Fragen stellen sich in einer Situation, die für Angehörige und Betroffene gleichermaßen sehr belastend ist.
Das vor sechs Jahren gegründete Netzwerk Demenz kennt diese Situationen seit langem. „Wir arbeiten seit unserer Gründung stetig an der Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen“ sagt Stefan Welbers vom Netzwerk Demenz.
„Um unserem Ziel einer optimalen Versorgung näher zu kommen haben wir uns auf den Weg gemacht neue Beratungsstrukturen zu entwickeln.“ Sagt Holger Eichstaedt, der 1. Vorsitzende des Vereins „Lebensqualität bei Demenz Oberhausen“.

Netzwerk Demenz

Grundlagen der Beratung sind das Leitbild des Netzwerkes Demenz Oberhausen mit einheitlichen Beratungsunterlagen sowie eine gemeinsam durchgeführte Schulung der „Leuchtturmberater“.
Das vom Verein und vom Netzwerk Demenz Oberhausen erdachte und in der Zeit von Februar 2013 bis heute entwickelte Projekt „Leuchtturm Demenzberatung“ sieht vor, dass in allen Stadtteilen in Oberhausen mehrere Beratungsleuchttürme entstehen. Diese Leuchttürme sollen es den Oberhausener Bürgern ermöglichen, in unmittelbarer Nähe ihres Zuhauses alle erforderlichen Informationen und Hilfen zu bekommen, die sie in ihrer schwierigen Situation benötigen.
Mit dem Projekt „Leuchtturm Demenzberatung“ entsteht ein Netz, das in jedem einzelnen Sozialquartier einen Beratungsleuchtturm vorsieht.
Das Wissen des Netzwerkes Demenz kann so genutzt werden um direkt vor Ort Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zur Seite zu stehen. Gesucht werden passgenaue Lösungen, wenn möglich im eigenen oder im benachbarten Quartier.
Viele Oberhausener Träger haben sich mittlerweile bereit erklärt an diesem Projekt mit zu arbeiten.
21 Leuchttürme Demenzberatung werden am Mittwoch, 4. Dezember, im Rahmen einer Feier ab 14 Uhr im Foyer der Stadtbibliothek Oberhausen, Langemarkstraße 19-21, eröffnet. Grußworte sprechen Oberbürgermeister Klaus Wehling, Hilde Hartmann-Preis vom Demenz-Servicezentrum Region Westliches Ruhrgebiet und Andreas Stahl vom städtischen büro für Chancengleichheit. Um 15.15 Uhr werden die Leuchttürme offiziell „eingeschaltet“, dann werden die Leuchtturm-Erkennungszeichen und die Beratungsmappen übergeben. Weitere Infos gibt es unter www.netzwerk-demenz.oberhausen.de

Autor:

Klaus Bednarz aus Dinslaken

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