Das ist einfach nur traurig
Menschliches Verhalten der unmenschlichsten Art

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Ich möchte euch heute von einer Oberhausenerin berichten, die ihre Großmutter auf dem Sterbebett nicht mehr besuchen darf. Eine nahestehende Verwandte der Oma hat eine Generalvollmacht und es verboten!!! 
Grund dafür???? 
Es klingt unglaublich, aber die Oberhausenerin hat nur ihre Meinung geäußert und redet der Person nicht nach dem Mund, so wie es viele andere tun. 
Und zack war das Besuchsverbot da. Mit dem Verbot natürlich auch Wut, Trauer, Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. 
Anwälte, Gericht und auch Polizei konnten der Oberhausenerin nicht weiterhelfen. Da wurde sogar noch gefragt, wo geschrieben steht, dass eine Enkelin das Recht hat ihre Oma zu besuchen. 
Das muss man sich mal vorstellen? Manchmal frage ich mich, was hier bei uns in Deutschland schief läuft. 
Da ist eine junge Frau, die ihre Oma noch mal sehen möchte und ihr beistehen möchte. Die ihrer Oma beim Übergang vom Leben zum Tod zur Seite stehen will. Und sie darf es nicht. Sie kommt nicht mehr rein. Ihr wird die Tür nicht mehr geöffnet. 
Kann diese Frau nicht ihren gekränkten Stolz vergessen und eine Enkelin zur Oma lassen?
Jeder Tag kann der letzte sein. Das vergessen wir Menschen leider viel zu oft. 

Ich möchte nur allen Menschen ans Herz legen, sich genau zu überlegen, wem sie eine Generalvollmacht erteilen. Handelt derjenige wirklich im Sinne des Patienten? Sinnvoller ist es immer zwei Personen bei einer Vollmacht einzusetzen. Gehen Sie so eine Vollmacht ganz genau Schritt für Schritt durch.Was soll diese Vollmacht enthalten? Das bestimmen Sie. Vergessen Sie das nicht. 
Und achten Sie darauf, dass vermerkt ist, wer Sie besuchen darf. 
Der alten Dame wünsche ich, dass sie schnell einschläft und sich nicht weiter quälen muss. 
Der Enkelin wünsche ich, dass sie ihre Oma doch noch einmal sehen kann bzw. wenn nicht mit ihrem Schmerz und ihrer Trauer, aber auch ihrer Wut vernünftig umgehen kann. 

Die sterbende Großmutter war ihr lebenlang immer sehr religiös. Der Glaube prägte ihr Leben und ihre eigene Art der Weltanschauung. Deshalb möchte ich meine Worte mit einem Zitat beenden.

Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem Tag.
Dietrich Bonhoeffer

Autor:

Nina Benninghoff aus Oberhausen

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