7. Essener Rhein-Herne-Kanal Marathon
Jahresausklang am Rhein-Herne-Kanal

Viel Spaß zum Jahresausklang
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Am letzten Tag des Jahres 2021 bot sich mit dem 7. Essener Rhein-Herne-Kanal Marathon noch einmal die Chance seine Laufform in diesem Jahr zu überprüfen. Michael Scheele vom TUSEM Essen hatte hier bereits zum siebten Mal einen Marathonlauf im Angebot. Seine bestens organisierten Veranstaltungen sind in Läuferkreisen bekannt und er sieht sich gezwungen ein Teilnehmerlimit zu setzten. Maximal 50 Aktive lässt die Infrastruktur zu und die Zahl wird auch oft erreicht. Heute werden 44 Aktive wieder durchs Ziel laufen.
Michael hat ein Herz für Läufer und Walker, daher bietet er eine genau vermessene 7,1 km Runde an welche man bis zu 7mal absolvieren kann.
An der Prosperstraße/Ecke Scheepmannkamp liegt der kleine Parkplatz für das Freibad Hesse und hier kann man sein Auto abstellen und sich dann direkt an der Strecke aus seinem Kofferraum in jeder Runde versorgen.

Startgebühr 0 Euro

Die Startgebühr beträgt 0 Euro. Trotzdem gibt es für jeden Teilnehmer eine Urkunde und Medaille.
Die Startzeit liegt heute zwischen 10 und 12 Uhr, sodass sich auch die ausschlafen können, welche abends noch an einer Silvesterfeier teilnehmen möchten. Selbstverständlich werden hier auch alle Coronaauflagen strikt befolgt. Abstand, Masken und Hygiene müssen eingehalten werden.
Ich habe mich heute für 3 Runden und somit für die Halbmarathonstrecke entschieden. Das soll heute für den Silvestertag reichen.
Da auch ein Frühstart möglich ist, bin ich um 9 Uhr am Start. Auch zu dieser frühen Stunde sind bereits einige zur Stelle. Ich treffe meine Vereinsfreunde Carla und Bernd. Sie haben sich kurzfristig zu einer Walkingrunde angemeldet. Bernd startet bereits in der M85 und ist topfit. Am Sonntag wollen sie schon wieder beim Neujahrslauf am Phoenixsee in Dortmund dabei sein, da ist das heute hier ein Warmlaufen für sie.
Staunen muss ich, dass Andreas schon seinen 50 km Lauf beenden kann. Er ist um 1:15 Uhr gestartet, um noch am Silvesterempfang seines Laufvereins in Witten teilnehmen zu können.
Nur wenige Schritte sind es bis zum Startpunkt an der Kanalbrücke. Hier geht es hinunter zum Kanal und man kann nun ca. 3,5 km immer am Ufer entlang bis zur Osterfelder Brücke laufen. Diese wird überquert und dann geht es auf der anderen Kanalseite wieder zurück. Hört sich vielleicht langweilig an, ist es aber nicht. Auf der kurzen Runde streifen wir mit Essen, Bottrop und Oberhausen gleich drei Revierstädte.

Viel Abwechslung

Der Kanal mit seinem Schiffsverkehr bietet immer Abwechslung und der Oberhausener Gasometer ist sowieso ein Hingucker. Das Ripshorster Gehölz und der Emscherpark liegen auch an der Strecke und erfreuen sich bei den Ausflüglern große Beliebtheit. So vergeht die Zeit wie im Fluge. Bis auf die Brückenanstiege verläuft die Strecke flach.
Heute ist es mit 14 Grad fast schon frühlingshaft und man kann problemlos mit der kurzen Hose laufen. Auf dem Hinweg gibt es etwas Gegenwind, welcher sich dann auf dem Rückweg aber in Rückenwind verwandelt.
Schon bald habe ich wieder den Parkplatz erreicht. Hier hat Michael inzwischen einen Pavillon aufgebaut. Jeder Teilnehmer bekommt von ihm eine schöne Medaille mit Silvestermotiv. Als besondere Überraschung gibt es noch ein Laufshirt, einen Sportbeutel und eine kleine Flasche Sekt. Donnerwetter Michael das ist doch großartig bei einem 0 Euro Lauf. Da möchte man sich auch gerne mit einer kleinen Spende bedanken.
Nach einem kurzen Schluck laufe ich in die zweite Runde. Jetzt kommt sogar die Sonne heraus und motiviert so noch zusätzlich.
Bald werde ich von Christian Meithner überholt. Ihn treffe ich auch bei allen Veranstaltungen in der Umgebung. Genau wie Jenny welche auch heute hier die Marathonstrecke läuft und die Frauenwertung gewinnen wird. Auch mein Vereinsfreund Danny kommt bald an gespurtet. Er ist im Umzugsstress, trotzdem will er sich heute auf der Halbmarathonstrecke ein wenig entspannen und wird am Ende sogar Zweiter.

Ideales Wetter

Von der Gegenseite des Kanals machen sich Manuela und Carsten bemerkbar. Alle sind fröhlich und genießen den schönen Lauf und das ideale Wetter. Michael kommt mir walkend mit seiner Frau Jutta entgegen. Schön, dass dies für ihn wieder möglich ist.
Am Parkplatz treffe ich Carla und Bernd. Sie haben ihre Runde beendet und mit Carina und Reiner noch Bergheider getroffen, welche ihre Vereinsfreunde anfeuern wollen. Die dritte Runde ist für mich heute schon die letzte. Das ist das Schöne beim Halbmarathon man läuft immer im Wohlfühlmodus. Trotz des schönen Wetters sind nur wenige Spaziergänger unterwegs. Die meisten müssen wohl noch die Silvesterfeier vorbereiten. Das ist mir sehr lieb, denn auf den letzten Metern kann es schon mal auf dem Weg etwas eng werden. Schon laufe ich vom Kanal wieder hoch zum Parkplatz und werde von den Bergheidern bejubelt.

Super Zielverpflegung

Den Pavillon betreuen nun Michaels Eltern. Hier gibt es jetzt noch Kaffee, Kakao, Sekt, Bier und Berliner. Da kann man sich doch noch nett unterhalten. Vater Scheele erfasst noch die Laufzeiten und Michael wird noch später die Urkunden im Internet erstellen. Gerd Junker muss noch eine Runde laufen. Der 2. Vorsitzende des 100 MC hat es in diesem Jahr tatsächlich auf 109 Marathonläufe gebracht. Wow!!!
Leider verpasse ich Pater Tobias. Ich wollte mir noch sein Buch „Der Marathon Pater“ signieren lassen, nun ja ich werde ihn bestimmt bald wieder treffen.

Fazit: Ein wunderschöner Jahresabschluss. Hier stimmte alles. Danke an Michael.
Sieger beim Marathon wurde Bernhard Rensmann vom SV Bawinkel in 4:07:36 und bei den Frauen siegte Jenny Engler vom SC Freiburg in 4:22:58. Beim 50 km Lauf hatte Karl Roch vom LC Duisburg mit 5:42:07 knapp die Nase vorn.
Besser kann man das Jahr nicht beenden-

Autor:

Werner Kerkenbusch aus Oberhausen

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