RWO: Nullnummer gegen Saarbrücken

Von MARC KEITERLING
Satte 27 Grad waren es immer noch zur Anstoßzeit am Dienstag um 19 Uhr. Fußball-Drittligist RWO empfing den 1. FC Saarbrücken.
Nur drei Tage nach den kräftezehrenden 120 Pokalminuten am Samstag gegen Erstligist FC Augsburg präsentierten sich die Gastgeber zunächst gut erholt. Mit Danijel Gataric für Fatih Duran auf der linken Außenverteidigerposition hatte Trainer Theo Schneider einen Wechsel in seiner ersten Elf vorgenommen.
Ein Spiel zunächst ohne aufregende Szenen - auch weil Christopher Kullmann bei seinem Torschuss nach sechs Minuten allzu deutlich im Abseits stand. Doch dann nahm die Sache Fahrt auf. Felicio Brown Forbes setzte sich auf der linken Angriffsseite gegen Lerandy durch, seine flache Eingabe erreichte Mike Terranova, der jedoch nur einen Roller zustande brachte (27.)
Neun Minuten später stand dann Brown Forbes im Mittelpunkt. Zweimal stocherte der offensive Mittelfeldspieler im Fünfmeterraum wild gegen Schlussmann Marina nach der Kugel, der trudelnde Ball wurde schließlich von der Linie geschlagen.
Ein Aufreger - jedoch nur ein Vorgeschmack auf das, was Terranova dann präsentierte. Lerandy verstolperte das Spielgerät, der „Fußballgott“ hatte die freie Auswahl vor dem Tor - und bugsierte den Ball am rechten Pfosten vorbei. Auweia! „Terras Tor wäre so wichtig gewesen. Es war zu erwarten, dass wir im weiteren Verlauf der Partie dem Spiel vom Samstag Tribut zollen werden“, raufte sich Trainer Theo Schneider die Haare.
Das 0:0 bis dahin schmeichelhaft für die Gäste - nach der 70. Minute ist es tatsächlich ein Geschenk für die Heimmannschaft. Allein Oberhausens Torhüter Michael Melka hielt seine Truppe im Spiel. Zunächst lenkte er ein sattes Pfund von Sökler um den Pfosten (57.). Danach parierte der 33-Jährige glänzend einen Kopfball des eingewechselten Ziemer (64.). Zum Sahnehäubchen wurde die Parade nach einem Kopfball-Torpedo von Fuchs (71.). Saarbrückens Coach, der alte RWO-Liebling Jürgen Luginger, ärgerlich: „Wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht geschafft, unsere Überlegenheit in Tore umzumünzen. Am Ende muss ich sagen: Wir haben hier zwei Punkte verloren.“
RWO in dieser Phase völlig platt - erst ganz am Ende gab es wieder Lebenszeichen. Ein Freistoß des eingewechselten Fatih Duran strich knapp am rechten Winkel vorbei (77.). Einen letzten ruhenden Ball von Dimitrios Pappas konnte Marina nur abklatschen. Doch weder Christopher Kullmann (schoss den FCS-Keeper an) noch - erneut - Mike Terranova (aus spitzem Winkel in Richtung Kanal) konnten erfolgreich nachsetzen (87.). „Schon fast tragisch, dass es wieder Mike war“, haderte Schneider.

Autor:

Marc Keiterling aus Essen

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