RWO: Wer geht an die Schmerzgrenze?

Von MARC KEITERLING
Am Montag war bei Fußball-Zweitligist RWO trainingsfrei - aber ab Dienstag macht Trainer Theo Schneider seinen Schlaffis richtig Beine.
Schneider, nach der erneuten Willenlos-Vorstellung von Augsburg (0:2) geladen: „Absolut enttäuschend! In dieser pflichtspielfreien Woche werde ich das Training richtig anziehen - und dann sehe ich wer an die Schmerzgrenze geht und wer sich hängenlässt.“
Letzteres taten am Samstag bis auf Torwart Sören Pirson, Mittelfeldspieler Daniel Gordon und Stürmer Ronny König alle. Dienstag und Mittwoch zwei Einheiten pro Tag mit hoher Intensität. Dazu am Donnerstag einmal Training und um 19 Uhr ein Testspiel gegen den 1. FC Köln im Stadion Niederrhein. „Wer jetzt nicht mitzieht, ist für den Rest der Saison draußen“, kündigt Schneider an.
Ansatzpunkte für knallharte Kritik bieten sich nach der Ausgsburg-Niederlage ohne Ende. „Was wir in der Innenverteidigung geboten haben, ging vor allem in der Anfangsphase überhaupt nicht“, moniert Schneider. Im Fokus: Dimitrios Pappas und der zur Halbzeit ausgewechselte Benjamin Reichert. „Die Außenpositionen unseres Mittelfelds haben keine Impulse gegeben“, fährt Schneider fort. Dies können sich Dennis Grote und Oliver Petersch hinter den Spiegel stecken. Moses Lamidi präsentierte im Angriff laut Schneider eine „unkonzentrierte Partie“. Totalausfall trifft es besser.
Schlimmer geht es eigentlich nimmer, diese Mannschaft wirkt völlig tot. Wie will Schneider der Truppe wieder Leben einhauchen? „In dieser von konditioneller Arbeit geprägten Woche wollen wir die Grundlagen schaffen. Wir müssen in der Defensive wieder zu einer gewissen Sicherheit finden. Darauf aufbauend müssen wir offensiv zielstrebiger agieren, weil nur noch Siege zählen. Also mit zwei Spitzen spielen. Ich will jetzt die Spieler finden, die sich mit Händen und Füßen gegen den Abstieg wehren. Die charakterlichen Fragen werden eine wichtige Rolle spielen. Und mit diesen Leuten gehen wir dann in die `Abstiegsrunde`“, führt Schneider aus.
Abstiegsrunde - damit meint der 50-Jährige die nun kommenden Begegnungen gegen Union Berlin und Fortuna Düsseldorf, bei Arminia Bielefeld sowie gegen den Karlsruher SC. Der April als Monat der Wahrheit, der Start gegen die Berliner als wichtigstes Spiel der Saison. Schneider: „Gewinnen wir gegen Union, sieht alles wieder viel freundlicher aus. Dieser Dreier würde uns psychologisch sehr helfen.“
Immerhin gibt es personell ein paar Hoffnungsschimmer. Spieler, die leistungsunwillige und leistungsunfähige Akteure ersetzen könnten. Heinrich Schmidtgal hat in der Reha nach seiner Knieverletzung schon nachhaltig Kondition gebolzt und war außerdem mit dem Ball aktiv. „Ich habe die Hoffnung, dass er recht schnell zumindest zu Teileinsätzen kommen kann“, erklärt Schneider. Yohannes Bahcecioglu ist für das Mittelfeld ebenso wieder eine Alternative wie Steven Ruprecht für die Defensive. Auch Mario Klinger konnte seinen Trainer in der zweiten Halbzeit von Augsburg im Abwehrzentrum überzeugen.
Wer geht nun endlich an seine Schmerzgrenze? Wer malocht für Oberhausens Rettung? Antworten werden bis Sonntag, 3. April, 13.30 Uhr erwartet. Dann beginnt die `Abstiegsrunde`...

Autor:

Marc Keiterling aus Essen

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