RWO: Wie gewonnen, so zerronnen

Als Torhüter mit zwei Muskelfaserrissen in einer Saison: Michael Melka. Foto: Firo
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Wo: Oberhausen Stadion Niederrhein, Oberhausen auf Karte anzeigen

Von MARC KEITERLING
Vier Spieltage lang hielt sich RWO zwischen den Spieltagen 31 bis 34 auf einem Platz über den Abstiegsrängen. Vier Siege in Serie nährten die Hoffnung auf die Rettung. Nun hat sich alles wieder gedreht. Wie gewonnen, so zerronnen.
Mit einer schwachen Leistung wartete Rot-Weiß am Samstag im Kellerduell beim SV Wehen Wiesbaden auf, verlor völlig verdient 0:1. Schon eine Woche zuvor gegen die Konkurenz aus Bielefeld endete die Partie 0:1. Da noch unglücklich, danach fragt allerdings niemand. Nun hat RWO die Rettung nicht mehr in der eigenen Hand.
Mit 38 Punkten hechelt Oberhausen hinter Babelsberg (40) und Unterhaching (41, sowie ein deutlich besseres Torverhältnis) her. Für Babelsbergs Gegner an den letzten beiden Spieltagen geht es um nichts (Bielefeld), beziehungsweise wahrscheinlich um nichts mehr (Wehen Wiesbaden). Unterhaching empfängt Burghausen (vage Hoffnung auf Platz drei) und fährt am letzten Spieltag nach Saarbrücken, wo der Gastgeber fernab aller Sorgen und Hoffnungen ist. Oberhausen trifft am Samstag auf Regensburg. Die Oberpfälzer nehmen aktuell den Relegationsplatz ein, gewannen die letzten beiden Spiele. Zum Saisonabschluss geht es nach Erfurt, die Thüringer könnten zu diesem Zeitpunkt aus dem Rennen um den Relegationsplatz sein.
„Wir müssen unsere Spiele gewinnen“, sagte Trainer Mario Basler vor dem letzten Heimspiel gegen Bielefeld. Weil seine Mannschaft ebendies in diesen Schlüsselbegegnungen nicht tat und bereits schon wieder seit fünf Spielen sieglos ist, bleibt nur noch die Hoffnung auf die Patzer der Konkurrenz. Eigene Erfolge zwingend vorausgesetzt. Das Ganze auf jeden Fall ohne zwei Leistungsträger.
Für Torhüter Michael Melka (zweiter Muskelfaserriss in dieser Saison) und Mittelfeldspieler Jeff Gyasi (Rote Karte nach vermeintlicher Tätlichkeit am Samstag) ist die Saison beendet.
RWO, das steht für Achterbahnfahren in seiner extremsten Form. Der zweite Doppel-Abstieg innerhalb von sechs Jahren, zwischendrin der Doppel-Aufstieg mit dem „Wunder von Bruns“ - kein anderer Verein legte wohl jemals zwischen zweiter und vierter Spielklasse eine solche Statistik hin.

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