Sensationeller zweiter Platz der 69ers U13 beim Turnier in Düsseldorf

Etwas überrascht war man schon, als aus Düsseldorf die Gruppeneinteilung kam. Mit ASC Dortmund und Opladen hatte man zwar zwei Regionalligisten, die aber eher zu den besten dieser Liga gehören, war Dortmund in der letzten Saison Tabellenfünfter und Vize-Westdeutscher Meister in der U11, hatte Opladen die Liga, zu der auch die 69ers gehörten komplett dominiert und war Meister geworden. Dazu dann noch die beiden NRW-Ligisten aus Hagen und den aktuellen westdeutschen Meister aus Bonn – OK – das war eine Ansage.

Spiel 1: 69ers U13 – ASC Dortmund 26:23 n.V. (23:23)
Die 69ers starteten gut in das Spiel und konnten einige schöne Spielzüge zeigen. In der Verteidigung gab es noch einige Lücken, hier kamen die Hilfen oft ein wenig spät. Trotzdem lag man stets vier bis sechs Punkte vorne, Mitte der zweiten Spielhälfte dann sogar mit acht. Dann schienen die Mädels einen Gang herauszunehmen, sowohl im Angriff, als auch in der Verteidigung ging nicht mehr viel. Dortmund rettete sich in die Verlängerung. Hier punkteten nur noch die 69ers, toll angefeuert von der eigenen U17.

Spiel 2: 69ers U13 – BBZ Opladen 28:27
Im Opladener Team waren nur noch zwei Spielerinnen aus dem Meisterteam der letzten Saison. Trotzdem konnte man schon gut die Handschrift von Trainerin Birgit Kunel, einer der erfahrensten Jugendtrainerinnen im WBV, sehen. Die 69ers hatten noch den Respekt von der letzten Saison in den Knochen und zeigten in diesem Spiel zwar Kampfgeist, spielerisch war es aber eher das schwächste Turnierspiel. Erneut wurde es am Ende eng und es entschieden zwei klare Fehlentscheidungen der Schiedsrichter das Spiel zu Gunsten der 69ers – Glück gehabt, aber Glück muss man sich ja bekanntlich verdienen.

Zwei Spiele, zwei Siege – schon mehr als vor dem Turnier erwartet. Es folgte das Spiel gegen Bonn, die bis dahin sowohl Opladen, als auch Hagen mit mehr als 20 Punkten Differenz geschlagen hatten.

Spiel 3: 69ers U13 – BG Bonn 21:34
Der Start war noch in Ordnung, nach einer Minute stand es 2:2. Dann aber hatte Bonn das Spiel fest im Griff, auch weil bei den 69ers keiner mehr die Grundlagen beherrschte und es schon ein wenig grausam war, was die Mädels zu diesem Zeitpunkt auf das Feld brachten. Beim Stand von 3:14 dann die Auszeit 69ers. Lautstark versuchte der Coach seine Mädels auf Spur zu bringen und Ihnen klar zu machen, auch gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner kann man zumindest kämpfen.
Nun waren die 69ers besser im Spiel, allerdings fehlte es immer noch an frühen Hilfen, Doppeln wenn man die Möglichkeit dazu hat und vor allem im Angriff Ideen zu entwickeln. Trotzdem war es nun ein Spiel auf Augenhöhe, Bonn gelang es nicht mehr sich großartig weiter abzusetzen, hier zeigten einige Mädels Mut beim Zug zum Korb und setzten damit die nächste Forderung ihrer Coaches um. Am Ende stand eine verdiente Niederlage, aber auch ein Ergebnis, auf das die 69ers schon stolz waren.

Das letzte Spiel war dann das Endspiel um Platz zwei. Hagen hatte unerwartet gegen Dortmund verloren, bei einer Niederlage würde es einen 3er-Vergleich geben, bei dem die 69ers durch den knappen Sieg gegen Dortmund, durchaus noch auf den vierten Platz hätten zurück fallen können.

Spiel 4: 69ers U13 – TSV Hagen 26:24
Die Mädels starteten motiviert in das Spiel, die Trainer hatten sie darüber informiert, welche Bedeutung das Ergebnis für die Platzierung hatte.
Es schien als hätte man dieses Spiel im Griff, wie schon im ersten Spiel gegen Dortmund, aber erneut wurde man unsicher, weil man sich selbst nicht oft genug belohnte und dadurch Hagen mit einem kleinen Lauf erst heran kommen konnte und dann eine Minute und 20 Sekunden vor Spielende gar mit drei Punkten führten. Auszeit 69ers. Die Mädels sollten Ruhe bewahren, noch genug Zeit dieses Ergebnis zu drehen, nur keinen Korb des Gegners mehr kassieren und auch kein Foul mehr. Es kamen die Helene-Festspiele. Erst zog sie durch geschicktes Dribbling ein Foul, wofür es einen Punkt gab, also nur noch zwei Punkte zurück und Einwurf. Der Ball geht erneut zu Helene, die stark an ihrer Gegnerin vorbeizieht und den Ausgleich besorgt. Erneut eine starke Defense, Ballgewinn Helene, Dribbling über das ganze Spielfeld und Korbabschluss unter starker Bedrängung – ganz stark!
Die letzten Sekunden noch einmal harte Defense und dann kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
Zusammen mit der U17 wurde gefeiert, die uns erneut super angefeuert haben – sehr herzlichen Dank!

Fazit:
Was für ein tolles Turnier der Mädels, die von Spiel zu Spiel einige Kleinigkeiten gelernt haben. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und ich bin mächtig stolz, wie sich die Mädels hier gezeigt haben. Natürlich darf dieser Erfolg nicht darüber hinweg täuschen, dass es noch jede Menge Verbesserungspotential gibt – daran können und werden wir arbeiten - für Heute haben sich die Mädels aber viel Lob und die kleine Feier am Ende mehr als verdient!

69ers:
Lilly (0, 4, 0, 0), Selin (2, 2, 3, 1), Luise (0, 0, 4, 2), Josie (12, 12, 4, 16), Helene (4, 2, 3, 5), Jaymee (5, 0, -, 0), Leni (1, 7, 6, 1), Anna-Lena (2, 1, 2, 0).

Autor:

Björn Bräutigam aus Oberhausen

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