Warum Kiwis so gesund sind ...
CORONA-SHUTDOWN GEHT AUCH OHNE HEULEN UND ZÄHNEKLAPPERN

Wenn man diese Tage eine globale Übersicht in Sachen Corona erstellt, fallen mehrere Staaten absolut aus dem Rahmen. USA, Schweden, England, Italien und Spanien, auf der einen Seite. Deutschland befindet sich aktuell mitten im Bild. Staaten wie Taiwan, Korea und Neuseeland fallen auf der anderen Seite raus. ... Während die Einen lange Zeit den Virus durch Ignoranz und Verdrängung "bekämpft" haben, gab es bei den Anderen vergleichsweise harte Ausgangssperren. Der schwedische Sonderweg entpuppt sich nun als weniger genial, im Vergleich zu IKEA, Volvo oder ABBA. Hingegen die "Kiwis" können aufatmen. Neuseeland ist mit dem Thema erst einmal wirklich "durch". 

Die Ausgangssperre in Neuseeland war eine der härtesten weltweit, die gesamte Wirtschaft für Wochen lahmgelegt. Bei derartigen Verhältnissen hätten Aluhutträger bei uns womöglich einen Aufstand geprobt. Doch für Neuseeland hat sich diese konsequente Vorgehensweise ausgezahlt. Laut Premierministerin Ardern gibt es keine offiziellen Corona-Fälle mehr. Es wurde nicht monatelang ein Zick-Zack-Kurs gefahren, sondern die gesamte Gesellschaft hat sich verhalten, als wäre sie sieben Wochen von einer Lawine verschüttet worden. Geschlossen und diszipliniert sind die Menschen daheim geblieben. Covid19 kann auf diese Weise keine "Opfer" finden...

Sieben Wochen lang haben die Neuseeländer zuhause bleiben müssen. Dabei hat es down under nicht signifikant mehr häusliche Gewalt, Suizidversuche oder Demonstrationen gegeben. Auch diese Tatsache, lässt im Vergleich zu unserer Gesellschaft sehr tief blicken. Die junge Premierministerin Jacinda Ardern hatte ihren Landsleuten eine der strengsten Ausgangssperren der Welt verordnet, was zunächst für eine große Unbeliebtheit sorgte. Dabei darf man nicht vergessen: Der Lockdown hat allerdings auch Handel und Tourismus - die wichtigsten Säulen der neuseeländischen Wirtschaft - auf komplett Null abgebremst. Das Land erlebt aktuell die schwerste Rezession seit Jahrzehnten. Dennoch klingt Ardern optimistisch. "Jetzt wird unsere Wirtschaft wieder mit voller Kraft durchstarten. Und wir werden damit sofort beginnen." Sie genießt eine größere Popularität denn je, und die Bürger vertrauen ihr, wollen nun wieder "aufbauen und durchstarten". Auch die Wirtschaft wirkt zufrieden. 

Mitte März - als in dem Fünf-Millionen-Inselstaat gerade mal sechs Covid-19-Fälle bestätigt waren, - verkündete die sozialdemokratische Politikerin strengere Quarantäneregeln als anderswo in der Welt.

Wenige Tage später bereitete sie ihr Land bereits auf den kompletten Lockdown vor. Alle Neuseeländer haben anschließend ihre sogenannte Normalität geopfert, um ihre Alten und Kranken zu schützen. Ardern ging mehrfach damit durch sämtlich Medien, um ihre Bürger quasi "bei Laune" zu halten. Scheinbar hat sie alles richtig gemacht. Anders als in Deutschland, wo die Einschränkungen nicht annähernd so radikal waren, gibt es kaum Kritik in Neuseeland. Möglicherweise hätte eine stärkere Angela Merkel sich deutlicher von den Laschet und Co. in unserem Land distanzieren müssen, um auf diese Weise alle Menschen mitzunehmen. 

22 Tote in einem Fünf Millionen Staat ist eine Quote, die sich sehen lassen kann. Deutschland hat bei 80 Millionen Menschen momentan eine Sterberate in Sachen Corona, die bei aktuell bei 8.674 liegt. Ich traue jedem meiner Leserinnen und Leser zu, selber die 5 zu den 80 Millionen ins Verhältnis zu setzen - und anschließend die Zweiundzwanzig zu den 8,5 Tausend.

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Autor:

Stephan Leifeld aus Schermbeck

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