Bewegende Veranstaltung
Lesung von Kurzgeschichten junger Geflüchteter berührte die Besucher

Mohammed, Ali und Ahmad von der Schreibwerkstatt Gelsenkirchen lasen Texte über ihre Flucht vor.
  • Mohammed, Ali und Ahmad von der Schreibwerkstatt Gelsenkirchen lasen Texte über ihre Flucht vor.
  • Foto: Stadt Velbert
  • hochgeladen von Annette Schröder

Die Lesung von Kurzgeschichten junger Geflüchteter war gekennzeichnet durch großes Interesse des Publikums an den persönlichen Geschichten. Facettenreich und emotional, so verlief im Begegnungs- und Servicecentrum Klippe 2 in Velbert-Langenberg die Lesung von Kurzgeschichten junger Autoren aus Syrien, die ihre Erlebnisse und Erfahrungen in literarischen Texten verarbeiten.

Mohammed, Ali und Ahmad von der Schreibwerkstatt Gelsenkirchen lasen Texte über ihre Flucht vor, dem damit verbundenen Schmerz, der Sehnsucht nach Frieden in ihrer Heimat und der Hoffnung, ihren eigenen Platz in der Welt zu finden.
Mehr als 60 Besucher hörten ihnen aufmerksam zu. Viele hielten dabei ihre Augen geschlossen. Die Worte erreichten die Menschen und berührten sie. Bilder entstanden in den Köpfen, als der Velberter Al Najjar auf die Ereignisse bei den Demonstrationen in Syrien und deren Folgen für die Teilnehmenden einging. Gleichzeitig wurde ein Gefühl der Bewunderung hervorgerufen.
Das galt auch für die Leistung der vier jungen Erwachsenen, für ihren Umgang mit der deutschen Sprache, für ihren Mut, das Unaussprechliche zur Sprache zu bringen und ihren Willen, Deutschland für die vielen Chancen und Möglichkeiten, die ihnen hier geboten werden, zu danken.
„Ich freue mich sehr über das Interesse an der Lesung und die positive Resonanz. Die Beschäftigung mit der Geschichte und der Erlebniswelt der Anderen ist das beste Mittel, um die Geflüchteten in ihrer Vielschichtigkeit wahrzunehmen und nicht bloß auf ihre Herkunft, Nationalität oder Hautfarbe zu begrenzen“, so die Integrationsbeauftragte der Stadt Velbert, Helena Latz. „Indem wir solche Projekte fördern, bringen wir die zugewanderten Menschen dazu, uns zu sagen, was wir von ihnen wissen und verstehen sollen. Wir gehen auf sie zu und sie auf uns – so, wie Integration idealerweise funktionieren sollte“, betont Latz.
Gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Bücherstadt Langenberg wurde die Idee zu der Lesung geboren. Sie fand sofort Anklang beim Begegnungs- und Servicecentrum Klippe 2, dem Velberter Integrationsrat und dem Begegnungszentrum Kostenberg, die bei der Organisation und Durchführung mitwirkten. Mitfinanziert wurde die Veranstaltung durch Fördermittel aus dem Aktionsfond Gemeinsam gegen Rassismus und Rechtsextremismus im Kreis Mettmann.
Wer Interesse am Austausch mit Menschen mit Fluchterfahrungen hat, ist willkommen, jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat, in der Zeit von jeweils 14 bis 16 Uhr, das Familiencafé im Begegnungs- und Servicecentrum Klippe 2 in Velbert-Langenberg (Telefon: 02052/2734) zu besuchen.

Bild zur Lesung am 20.11.2018 (v.l. E.Siala, R.Neufeld, S. Al Najjar, Mohammed, Ahmad, Ali). Foto: Stadt Velbert  Die Gelsenkirchener Schreibwerkstatt steht unter der Leitung von Reimund Neufeld und Emel Siala.
 Das Buch "Versuche Unaussprechliches zu sagen" von Reimund Neufeld und Emel Siala (ISBN: 9-783752-878134) ist im Buchhandel erhältlich.
 Die Broschüre "Die salzige Heimat" von Samer Al Najjar kann unter folgendem Link kostenlos herunter geladen werden: www.integration-me.de/files/pdf/die_salzige_heimat.pdf info

Autor:

Annette Schröder aus Bochum

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