Jahresbericht der Schulpsychologen - 451 Fälle im letzten Jahr
Immer mehr Schulverweigerer

Hauptgrund, warum die Schulpsychologen zu Rate gezogen wurden, war das Fernbleiben vom Unterricht. Foto: Jungvogel
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Schulverweigerung oder aggressives Verhalten, psychische Probleme, Prüfungsangst oder auch erhebliche Schwierigkeiten beim Schreiben, Lesen und Rechnen: Manchmal brauchen Lehrer, Eltern und Schüler Unterstützung. In diesen und vielen anderen Situationen sind die Schulpsychologen der Schulpsychologischen Beratungsstelle für den Kreis Unna die richtigen Ansprechpartner.
Im vergangenen Schuljahr waren sie erneut stark gefragt. Das geht aus dem Arbeitsbericht hervor, den der Leiter der Beratungsstelle, Dipl.-Psychologe Andreas Hunke im Ausschuss für Bildung und Kultur vorstellte.

Fallzahlen

Schulberatung, schülerbezogene Beratung und Krisenintervention – in diesen drei Aufgabenfeldern wurden die Schulpsychologen des Kreises im Schuljahr 2018/19 in 451 Fällen tätig. Damit hat sich die Gesamtzahl im Vergleich zu den Vorjahren (2017/2018: 469; 2016/2017: 478) leicht verringert.

Hauptgrund, warum die Schulpsychologen zu Rate gezogen wurden, war im vergangenen Schuljahr der Absentismus, also das Fernbleiben vom Unterricht. "Die Ursachen sind vielschichtig", berichtet Andreas Hunke. "Sie reichen von Angststörungen bis zu familiären Belastungen, die so schwer sein können, dass Schüler nicht mehr in die Schule kommen."

Im Bereich Schulberatung bildeten Fortbildungen und Lehrerberatungen rund um das Thema Klassenführung/Klassenklima einen Schwerpunkt.

In 26 Krisen-Fällen aktiv

Krisenprävention und Krisenintervention ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der schulpsychologischen Beratungsstelle. Im Berichtsjahr wurden die Psychologen in 26 (35 in 2017/18) Krisenfällen um Unterstützung der Schulen gebeten. Eine Schule war vom Tod einer Schülerin betroffen, eine Schule vom Tod einer Lehrkraft. In sieben Fällen waren Schulen mit der Suizidgefährdung einer Schülerin / eines Schülers konfrontiert (13 im Vorjahr).

Die Anzahl der Beratungsanfragen aufgrund von Bedrohungen durch Schüler ist von neun auf fünf gesunken. In weiteren Fällen berieten die Psychologen Schulen in anderen krisenhaften Situationen. Zweimal haben sie als Mitglieder des Regionalen Krisenteams der Bezirksregierung Arnsberg Kolleginnen aus anderen Schulpsychologischen Beratungsstellen bei der Krisenintervention unterstützt: nach der Tötung eines Schülers durch einen Mitschüler in Wenden und nach dem Tod einer Schülerin in Hagen. PK | PKU

Autor:

Anja Jungvogel aus Unna

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