Rainer Dellmuth, Zeitzeuge der SED-Diktatur, referierte zum Thema „30 Jahre nach dem Mauerfall“
Ehemaliger politischer Gefangener der DDR

Rainer Dellmuth referierte am Städtischen Gymnasium Bergkamen. Foto: SGB
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  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Besuch aus Berlin: Die Schüler des Städtischen Gymnasiums Bergkamen diskutierten mit Rainer Dellmuth, Zeitzeuge der SED-Diktatur,  zum Thema „30 Jahre nach dem Mauerfall".
Bereits zum fünften Mal durfte die Fachschaft Politik/Wirtschaft & Sozialwissenschaften den Zeitzeugen des SED-Regimes, Rainer Dellmuth, begrüßen. Neben seinen Ausführungen zu seinen Erlebnissen als politischer Gefangener in der DDR legte er diesmal besonderes Augenmerk auf die Entwicklungen rund um den Mauerfall und die Wiedervereinigung in den vergangenen drei Jahrzehnten.
30 Jahre nach dem Mauerfall: Ist eine Aufarbeitung der SED-Diktatur im vereinigten Deutschland gelungen und welche Bedrohung unserer Freiheit gibt es durch Rechts- und Linksextremisten im heutigen Europa? So lautete das Thema der Vortrags- und Diskussionsrunden. Finanziert und gefördert wurde der Besuch durch die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Fördervereine des Städtischen Gymnasiums Bergkamen. Die Veranstaltungsleitung übernahm Nina Rotermund von der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Der Berliner Rainer Dellmuth saß als Jugendlicher und junger Erwachsener insgesamt drei Jahre in verschiedenen Gefängnissen des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) in der ehemaligen DDR. Der Vorwurf damals: „Versuchter, unerlaubter Grenzübertritt“ und Verdacht auf „staatsgefährdende Hetze“.
Heute engagiert sich der 70-jährige u.a. als freier Mitarbeiter in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (ehemaliges Untersuchungsgefängnis der Stasi), als Referent an weiterführenden Schulen und Universitäten und als Schauspieler.
Beim Besuch am SGB berichtete er lebhaft und mit „Berliner Schnauze“ über die Wichtigkeit einer funktionierenden Demokratie und die Tücken und Grausamkeiten einer Diktatur. 30 Jahre nach dem Mauerfall beobachtet er die aktuellen politischen Entwicklungen mit großer Sorge, insbesondere die zunehmenden populistischen und nationalistischen Tendenzen in Deutschland und Europa. Dies brachte er den Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen neun und der Oberstufe besonders eindringlich nahe, denn er weiß aus eigener Erfahrung: „Das Leben in einer Demokratie und in Freiheit ist nicht selbstverständlich.“ Dafür gelte es zu kämpfen – in jeder Altersgruppe.

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