Gewaltiges Spektakel auf dem Platz der Kulturen in Unna mit der Inszenierung "Ginkgo"

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Um Punkt 21.30 Uhr wurden die Zuschauer, die sich um die 360 Grad Bühne der "Antagon TheaterAKTion" aus Frankfurt auf dem Platz der Kulturen in Unna versammelt hatten, aus ihren Gesprächen gerissen und folgten gebannt dem Geschehen auf der Bühne. Eine winzige Explosion in Form eines kleinen rauchenden Atompilzes läutete auch auf Unnas Bühne den Anfang vom grausamen Ende des Lebens in und um Hiroshima ein...

Die Inszenierung "Ginkgo" erzählt die Geschichte eines Ginkgo-Baumes, deren verkohlter Stumpf nach dem Atombombenabwurf in Hiroshima aufbrach und wieder zum Leben erwachte. Dieser Baum als Symbol der Hoffnung gibt der Produktion ihren Namen.

Im futuristischen Bühnenbild kämpft eine Gruppe menschlicher Wesen um das nackte Überleben - grausam und sehr gut nachzuempfinden werden die Qualen der Bewohner und der Wesen der Atomkatastrophe gezeigt. Verstümmelungen und miteinander verwachsene Körper werden im übertragenen Sinne dem Publikum gezeigt und geben Einblick in die erschütternde Realität jeder atomaren Katastrophe..

Nach einem hartem Kampf und dem immer wiederkehrenden Aufbäumen der menschlichen Wesen findet die lebensbejahende Kraft aber den Keim der Hoffnung und die Quelle zum Wachsen und Blühen, damit neues Leben entstehen kann.

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Zum Hintergrund: Am 6. August 1945 morgens um 8:15 Uhr Ortszeit wurde aus dem amerikanischen Bomber Enola Gay aus 9450 Metern Höhe die US-amerikanische Atombombe Little Boy über der Metropole abgeworfen. Etwa eine Minute später erfolgte dann 600 Meter über dem Boden die Explosion. Bei diesem ersten Einsatz einer Atomwaffe in einem Krieg wurden ungefähr 80 % der bis dahin unbeschädigten Stadt zerstört. Dabei wurden schätzungsweise 90.000 Menschen sofort getötet, weitere 90.000 bis 166.000 Menschen starben bis heute an den Spätfolgen.
Nach dem Wiederaufbau ab 1949 entwickelte sich Hiroshima zu einem wichtigen Industriestandort und ist heute mit über 1,1 Millionen Einwohnern die elftgrößte Stadt Japans.
Da "Little Boy" nicht am Boden, sondern in der Luft explodierte, wurden eventuelle Schäden durch radioaktiven Niederschlag gering gehalten; die meisten Strahlenschäden wirkten sich nur unmittelbar bei der Explosion aus. Die Strahlenbelastung ist heute nicht über dem Niveau der gewöhnlichen Hintergrundstrahlung durch natürliche Radioaktivität und somit nicht höher als in anderen Gebieten der Erde. (Wikipedia)

Autor:

Mareike Sehr aus Unna

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