Dachstuhl in Flammen

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Schnell unter Kontrolle hatte die Feuerwehr am Donnerstag einen Dachstuhlbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Hattinger Straße. Anlieger der oberhalb gelegenen Straße An der Kehr hatten Rauch aus dem Gebäude aufsteigen sehen und um 10.44 Uhr die Feuerwehr alarmiert.
Erstes Fahrzeug vor Ort war nach nur wenigen Minuten der Rettungswagen. Dessen Besatzung führte als erstes einen 69-jährigen, gehbehinderten Hausbewohner aus dem Gebäude. Alle anderen Bewohner hatten das Haus zu diesem Zeitpunkt bereits verlassen. Noch während diese eine Wohnung durchsuchte, kam es im Dachstuhl des Anbaus zur Durchzündung, so dass nun nicht nur starker Rauch, sondern auch Flammen aus dem Dach schlugen.
Die in diesem Moment eintreffenden Feuerwehrkräfte begannen sofort, einen massiven Löschangriff aufzubauen. Ein Trupp unter Atemschutz ging im Gebäudeinnern mit einem C-Rohr gegen die Flammen vor, ein weiterer mit einem C-Rohr von der Gebäuderückseite. Von der Straße aus kamen zwei Drehleitern mit je einem B-Rohr zum Einsatz. Ein drittes C-Rohr wurde außerdem zur Sicherung des Nachbarhauses in Stellung gebracht, musste jedoch nicht eingesetzt werden. Zuvor war das Nachbargebäude jedoch vorsichtshalber evakuiert worden. Personen wurden durch das Feuer nicht verletzt. Sechs Kaninchen konnte die Feuerwehr unversehrt aus der Dachgeschosswohnung holen. Den Dachstuhl des Anbaus hatten die Flammen vollständig zerstört, ebenso den Dachstuhl im Bereich des Spitzbodens. Die darunter liegende Dachgeschosswohnung wurde zwar nicht durch Flammen beaufschlagt, aber durch Rauch und Löschwasser erheblich beschädigt. Die Bewohner kamen zunächst bei Verwandten unter.
Während der Löscharbeiten war die Hattinger Straße komplett gesperrt, die Polizei leitete den Verkehr um. Es kam zu erheblichen Staus.
Der Brandort wurde inzwischen von Experten des Kommissariats 1 der Kreispolizei untersucht. Dabei kamen die Ermittler zu dem Ergebnis, dass das Feuer von einem technischen Defekt in elektrischen Installationen verursacht wurde. Der dadurch entstandene Schwelbrand breitete sich auf den Dachstuhl aus. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 150.000 Euro.

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