„Der Krieg vor unserer Haustür“

Unter anderem eine Zwei-Schilling-Münze und das Typenschild des Bombers fand Jürgen Lohbeck mit seinem Team an der Absturzstelle.
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  • Unter anderem eine Zwei-Schilling-Münze und das Typenschild des Bombers fand Jürgen Lohbeck mit seinem Team an der Absturzstelle.
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Im ersten Buch von Jürgen Lohbeck geht es um ein Scheindorf in Velbert während des Zweiten Weltkriegs. Jetzt veröffentlicht er sein zweites Buch, das wieder spannende Entdeckungen preisgibt.

Nachdem ich das erste Buch veröffentlicht hatte, war die Resonanz in der Bevölkerung sehr groß. Mich haben viele Zeitzeugen angerufen, die auch noch etwas über das Scheindorf zu berichten hatten“, erzählt der Velberter.
Doch diese Zeitzeugen sprachen nicht nur vom Scheindorf, das eine Attrappe der Kruppschen Gussstahlfabrik in Essen war und Bombenangriffe auf das Stahlwerk abhalten sollte. Aus den Erzählungen der Zeitzeugen ging immer wieder hervor, dass es auch Bomber-Abstürze in Langenberg gab.
Jürgen Lohbeck, der ehrenamtlich als Boden- und Denkmalpfleger beim LVR arbeitet, begann daraufhin zu recherchieren und konnte so ziemlich alles über die Abstürze herausfinden. „Ein Absturz im Jahr 1944, bei dem ein Bomber in ein Haus in der Altstadt in Langenberg gestürzt ist, war bereits dokumentiert. Doch über einen anderen Absturz im Jahre 1943 konnte ich viele neue Erkenntnisse sammeln und sogar die genaue Absturzstelle finden“, so Lohbeck.
Durch Zeitzeugen erhielt Lohbeck alte Fotos und Karten. Auch auf kanadische Quellen stützt er seine Ergebnisse: „Wir haben an der Absturzstelle das Typenschild eines Bombenzielgerätes gefunden. Dadurch konnte der abgestürzte Hallifax-Bomber genau identifiziert werden und durch Kontaktpersonen in Kanada konnte ich sogar im Buch beschreiben, wie viele Besatzungsmitglieder an Bord waren und wieso es zum Absturz kam“, erzählt Lohbeck weiter.
Besonders spannend seien in diesem Zusammenhang auch die Protokolle der vier überlebenden Besatzungsmitglieder, die nach deren Rückkehr in Kanada eingereicht wurden.
Doch nicht nur mit den Einzelheiten des Bomber-Absturzes befasst sich das neue Buch, auch detaillierte Zeitzeugenberichte unter anderem von Lohbecks Vater, neue Erkenntnisse über die Scheinanlage in Velbert und Wissenswertes über Flakhelfer aus Velbert und Heiligenhaus sind im Buch zu lesen.
Unter anderem durch den Velberter Otto Großsteinbeck konnte der Autor Jürgen Lohbeck viele Einzelheiten über die Flakhelfer erfahren. Otto Großsteinbeck stellte zudem viele spannende Original-Fotos zur Verfügung, die die Atmosphäre und Umstände der jugendlichen Flakhelfer zeigen.
Rund 400 Teile haben Lohbeck und seine zwei Helfer ausgegraben. Diese und viele originale Karten und Fotos werden ab Sonntag, 1. September, in einer Ausstellung im Alten Rathaus in Langenberg an der Hauptstraße ausgestellt.

Informationen:
-Das Buch „Der Krieg vor unserer Haustür“ von Jürgen Lohbeck ist ab sofort erhältlich (ISBN: 978-3-9813898-9-0)
-Die Ausstellung der Fundstücke wird am Sonntag, 1. September, um 11 Uhr in der Heimatkundlichen Sammlung im Alten Rathaus in Langenberg eröffnet.
-Am „Tag des offenen Denkmals“, also am Sonntag, 8. September, wird von 11 bis 19 Uhr Programm rund um den Leitbunker des Scheindorfes, Rottberger Straße 64, geboten.

Unter anderem eine Zwei-Schilling-Münze und das Typenschild des Bombers fand Jürgen Lohbeck mit seinem Team an der Absturzstelle.
Ab sofort ist das zweite Buch von Jürgen Lohbeck im Handel erhältlich.

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